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14. November 2014, 00:18 Uhr

Amazon und Hachette

Einigung im E-Book-Streit

Ein halbes Jahr stritten der Onlinehändler Amazon und die Verlagsgruppe Hachette. Künftig darf der US-Verlag die Preise seiner E-Books selbst festlegen - und setzt sich damit in einem zentralen Punkt durch.

New York - Einigung kurz vor dem Weihnachtsgeschäft: Der weltgrößte Onlinehändler Amazon und die Verlagsgruppe Hachette haben ihren erbittert geführten E-Book-Streit beigelegt. Sie gaben eine langfristige Vereinbarung bekannt.

Der "New York Times" zufolge bekommt Hachette dabei das Recht, selbst den Preis seiner E-Books festzulegen. Das war ein zentraler Streitpunkt in dem monatelangen Konflikt. Amazon drängt in den USA auf niedrigere Preise für digitale Bücher und wollte laut Medienberichten einen höheren Anteil der Erlöse.

Der Streit hatte für Aufsehen gesorgt, nachdem Bücher von Hachette bei Amazon zeitweise nicht verfügbar waren oder ungewöhnlich lange Lieferzeiten hatten. Eine Reihe bekannter Schriftsteller kritisierte den Onlinehändler daraufhin scharf. Rund 900 Schriftsteller riefen Amazon dazu auf, die Auseinandersetzung mit Hachette zu beenden.

Amazon begründete seine Rabattforderungen unter anderem damit, dass die Verlage bei sogenannten E-Books schließlich keine Kosten für Druck, Lagerung und Auslieferung hätten. Hachette hielt dem entgegen, dass die Firma viel in manche Bücher und Autoren investiere - manchmal jahrelang, bevor ein Gewinn erzielt werde.

Hachette-Chef Michael Pietsch hatte dem Versandriesen vorgeworfen, "viel mehr Profit und einen größeren Marktanteil" anzustreben - und zwar auf Kosten von Schriftstellern, des stationären Buchhandels und der Verlage.

In Deutschland war Amazon in einen ähnlichen Konflikt mit der Verlagsgruppe Bonnier verwickelt, in dem es vor allem um die Verteilung der Einnahmen aus den E-Book-Verkäufen ging. Auch dieser Streit wurde vor Kurzem beigelegt.

brk/dpa/AFP

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