Netflix-Konkurrenz in den USA Amazon führt monatliches Video-Abo ein

In den USA bringt sich Amazon als Netflix-Alternative in Stellung:  Sein Streaming-Angebot gibt es dort nun auch ohne Prime-Mitgliedschaft.

Screenshot von Amazon Prime

Screenshot von Amazon Prime


Amazon greift im wichtigen US-Markt den Rivalen Netflix an und bietet seine Videostreaming-Flatrate Prime Video künftig als eigenständigen Dienst an . Bis jetzt war das Bewegtbild-Angebot für US-Kunden nur aufrufbar, wenn man auch für das Jahresabo Amazon Prime angemeldet war. Das Videoportal war also bislang eher eine Beigabe für Prime-Kunden.

Das Angebot an Filmen und Serien gibt es künftig auch im Monatsabo: Der Preis ist mit 8,99 Dollar um einen Dollar günstiger als der populärste Netflix-Tarif, wie das Unternehmen in der Nacht zum Montag dem "Wall Street Journal" und dem Finanzdienst Bloomberg mitteilte. Die vollständige Prime-Mitgliedschaft kostet 10,99 Dollar im Monat, das Streaming ist weiter inklusive.

In Deutschland kann man Amazons Video-Service bereits für 7,99 Euro im Monat nutzen. Allzu hoch dürfte die Abonnentenzahl allerdings nicht sein. Wer sich ein Prime-Abo inklusive des Streamingangebots holt, zahlt nämlich runtergerechnet deutlich weniger - 49 Euro im Jahr - und hat zusätzliche Leistungen.

Auch in den USA ist die Amazon-Video-Mitgliedschaft übers Jahr gerechnet teurer als Amazon Prime, allerdings nur um ein paar Dollar. In den USA waren vor kurzem die Prime-Mitgliedschaften deutlich im Preis erhöht worden - ein Schritt, der auch in Deutschland bevorstehen und der die aktuell unsinnig wirkenden Preisunterschiede ausgleichen könnte.

Es ist nicht der erste Schritt von Amazon, um sich im Streaming-Bereich zu etablieren: Schon länger versucht Amazon, nach dem Netflix-Vorbild mit Eigenproduktionen zu punkten. Kürzlich erst hat man Regisseur Woody Allen für eine exklusive Serie verpflichtet, und auf dem Markt der Indie-Filme kauft Amazon genauso aggressiv wie Netflix Inhalte.

Anders als Netflix bietet Amazon seinen Nutzern eine Download-Funktion. So können die Inhalte auch angesehen werden, wenn man offline ist und sie zuvor heruntergeladen hat.

gru

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insgesamt 19 Beiträge
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Seite 1
GnRH 18.04.2016
1.
Na dann muss Amazon in Deutschland aber noch ganz schön "nachrüsten". Für viele Serien/Filme/... ist ein Aufschlag für HD notwendig. Und wer Inhalte "kauft" besitzt diese nicht, wenn die Mitgliedschaft aufgelöst wird ist man den ganzen gekauften Inhalt los...
spiegelschaf 18.04.2016
2. fehlender Artikekinhalt
Sehr wichtig wäre gewesen für den Artikel, ob diese neue, Video-"Flatrate" (?) denn nun wie bei Netflix auch eine ist? Schließlich zahlt man bei Amazon Prime den Jahresbeitrag und hat dann einige Filme und Serien inklusive (meist älteres). Die meisten neueren, populären Findet kosten extra! Und für HD dann man mehr! Zudem ist für Leute wie mich, der Englisch schauen möchte, noch wenig darin abrufbar. Netflix bietet immer alles inklusive und immer auch auf englisch an!
Frank D 18.04.2016
3. Keine 4k Inhalte
Leider ist die gelieferte Bandbreite bei Amazon - besonders zur Primetime - miserabel. Selbst Streamabrisse sind an der Tagesordnung auf dem UHD TV. Mag auf mobilen Endgeräten funktionieren, doch bezüglich 4k Qualität ist Netflix (dann auch teurer) bisher ohne Wettbewerb.
Crom 18.04.2016
4.
Ich bin mit Amazon Prime zufrieden. Unter den Inklusivfilmen und -serien findet sich für mich immer etwas. Ich hoffe, der Preis steigt nicht allzu stark.
paddler0 18.04.2016
5. Bisher preislich keine Alternative
Natürlich bietet Netflix mehr, zu nahezu doppeltem Preis. Sollte Amazon allerdings teurer werden ohne gleichzeitig aktuellere Filme in HD-Qualität inklusive anzubieten, werden sie Kunden an die Konkurrenz verlieren. Ist doch klar. Allerdings für 4Euro/Monat aktuell keine Alternative in Sicht.
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