Angeblicher Verkauf Facebook-Chef wehrt sich gegen Holzhändler-Klage

Alles Lüge: Mark Zuckerberg äußert sich erstmals zu den Forderungen eines Mannes, der auf 84 Prozent an Facebook klagt. Das Dokument mit Zuckerbergs angeblicher Unterschrift wollen seine Anwälte als Fälschung entlarven.
Mark Zuckerberg: Der Facebook-Gründer hat Ärger mit einem New Yorker Holzhändler

Mark Zuckerberg: Der Facebook-Gründer hat Ärger mit einem New Yorker Holzhändler

Foto: ? Rick Wilking / Reuters/ REUTERS

Mark Zuckerberg hat sein Schweigen gebrochen und erstmals Stellung genommen zu den jüngst bekannt gewordenen Vorwürfen eines Holzhändlers: Der Mann, der Anteile im Wert von 84 Prozent am weltgrößten sozialen Netzwerk einzuklagen versucht, habe keinerlei Anspruch, sagte der Facebook-Chef der CNN-Seite Fortune .

Der New Yorker behauptet, Zuckerberg habe ihm für 1000 Dollar eine Datenbank programmiert und zudem einen pikanten Vertrag über eine zu entwickelnde Seite namens "The Face Book" unterschrieben. Darin soll er ihm die Hälfte an der Firma sowie pro Fertigstellungsjahr ein weiteres Prozent versprochen haben - das wären heute immerhin ein paar Milliarden Dollar. Eben diese Mehrheit am Unternehmen will der Mann jetzt gerichtlich geltend machen. Doch die Forderungen seien Unsinn, sagt jetzt Zuckerberg. "Ich dachte noch nicht mal an Facebook. Wie hätte ich ihm dann einen Anteil geben können?"

Auch davon abgesehen hat die Klage gegen das Netzwerk, das gerade seinen 500 Millionsten Nutzer begrüßt hat, Lücken. Vor allem ist verwunderlich, warum der angebliche Mehrheitseigner so lange gewartet hat, um seinen Anspruch anzumelden. Diese merkwürdige Verzögerung könnte zugleich das Ende der Klage bedeuten. Versuchen die Anwälte der Gegenseite sich deshalb in einen Vergleich zu retten? Ein Facebook-Sprecher sagte Fortune, es habe bereits ein Angebot zur außergerichtlichen Einigung gegeben. "Wir haben abgelehnt."

Die Anwälte scheinen das Vertrauen in die Beteuerungen ihres Mandanten gefunden zu haben. Man sei nicht sicher, ob der Facebook-Gründer das fragliche Dokument unterschrieben habe, hatten sie noch Anfang der Woche erklärt. Diese Aussage müsse aus dem Kontext genommen worden sein, sagte Zuckerberg in einem ABC-News-Interview . Ganz im Gegenteil sei man "recht sicher", keinen solchen Vertrag unterzeichnet zu haben.

Das fragliche Dokument ist mittlerweile auch online einsehbar . Es trägt zwar Zuckerbergs vermeintliche Unterschrift, aber: "Wir gehen stark davon aus, dass der Vertrag gefälscht ist", sagte ein Facebook-Sprecher am Donnerstag . Damit ist der Fall aber noch nicht erledigt, denn die Gegenseite behauptet, noch weiteres Beweismaterial zu haben.

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