Online-Spott zur NSA-Affäre Herr Pofalla macht Schluss

Von André Depcke
Screenshot von "Pofalla beendet Dinge": Gnadenloses Internet

Screenshot von "Pofalla beendet Dinge": Gnadenloses Internet

Das Internet kann so gemein sein: Der für Geheimdienste zuständige Kanzleramtsminister Ronald Pofalla erklärt die NSA-Affäre für beendet. Ein Blog würdigt Pofallas Äußerungen.

Zum dritten Mal sagte Kanzleramtsminister Ronald Pofalla am Montag vor dem Parlamentarischen Kontrollgremium zur NSA-Spähaffäre aus. Dass Pofalla dabei mit Sätzen wie "Es gibt in Deutschland keine millionenfache Grundrechtsverletzung" oder "Die Vorwürfe sind vom Tisch" die Affäre für beendet erklärte, rief Internetnutzer auf den Plan, die den Minister mit Hohn und Spott bedachten.

So wurde bei Tumblr ein Blog mit dem Namen "Pofalla beendet Dinge"  ins Leben gerufen. Im Stile von Wahlplakaten erklärt der CDU-Politiker dort mit wechselnden Frisuren und Kopfbedeckungen alle möglichen Dinge für beendet. Zum Beispiel den aktuellen Wahlkampf , das schlechte Wetter im Allgemeinen , die Schnapp-Schildkröte Lotti .

Doch damit nicht genug: Unter dem Hashtag #pofallabeendetdinge finden sich bei Twitter noch zahlreiche weitere beendete Dinge. Carline Mohr  etwa twitterte eine überarbeitete Version des Filmplakats zu "Schlussmacher" von und mit Matthias Schweighöfer. Timo Meyer  schrieb im Namen von Ronald Pofalla: "Ich kann mit diesem Twix-Quatsch nichts anfangen. Morgen heißt das Ganze wieder Raider."

Geht es nach Michael Speier , dann erklärt Pofalla passenderweise das Hashtag #pofallabeendetdinge für beendet. Und bei Sechsnullvierer  beendet Pofalla sogar gleich Chuck Norris. Mehr geht nun wirklich nicht.