Angeklickt Hier fallen die F-Bomben

FBomb-Karte: Fluchen auf Twitter macht nun noch mehr Spaß

FBomb-Karte: Fluchen auf Twitter macht nun noch mehr Spaß

Nashville, Washington, Malmö: Jedes Mal, wenn jemand auf Twitter das Wort "Fuck" schreibt, explodiert ein Pixelhaufen auf einer Google-Karte. Danach erinnert ein Hinweisschild an die eingeschlagene F-Bombe. Nach ein paar Minuten sind ganze Länder damit zugepflastert.

Twitter-Nachrichten lassen sich über eine Schnittstelle automatisch auslesen. Der IT-Student Martin Gingras  aus Kanada hat ein Programm geschrieben, mit dem er nach Tweets sucht, die das Wort "Fuck" enthalten und mit Ortsangaben versehen sind. Auf seiner Seite FBomb  kann man auf einer Weltkarte in Echtzeit zuschauen, wo und wie Twitter-Nutzer fluchen. Mit einem Klick lassen sich die entsprechenden Tweets anzeigen.

Wieder eine Explosion. "Fuck You, Playstation-Server", mault jemand aus Lahore in Pakistan. Schon nach wenigen Minuten auf der Seite sind die USA und Großbritannien voller Hinweisschilder, die an Einschläge erinnern.

Auch in Ländern mit weniger englischsprachiger Bevölkerung und weniger Internetversorgung fallen die F-Bomben. Deutschland bleibt am Mittag, obwohl es doch Montag ist, weitgehend "Fuck"-frei. Wird hier anderes geflucht? Gibt es zu wenige oder nur gut erzogene Twitter-Nutzer? Vielleicht liegt es auch nur daran, dass die Anwender hierzulande aus Datenschutzgründen ihren Tweets keine Ortsinformationen mitgeben.

Den Quelltext zu seiner Anwendung hat Gingras veröffentlicht . Wer sich ein wenig mit CoffeeScript auskennt und einen eigenen Webserver zur Verfügung hat, kann das Programm abwandeln - und zum Beispiel nach deutschsprachigen Schimpfwörtern suchen.

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