Angespielt The Longest Journey


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Die meisten Spiele bleiben nicht lange im Handel. Schnell sind neuere Games mit noch besserer Grafik oder die Nachfolger da. Weshalb es schon nach kurzer Zeit schwierig ist, hoch gelobte Titel zu bekommen. Vor allem, wenn sich ihre Qualität erst langsam herumspricht, weil sie zu einem Genre gehören, das in den letzten Jahren ein Nischendasein führte: Adventure. Deshalb war schon kurz nach seinem ersten Erscheinen im Jahr 2000 schwierig, ein Exemplar von "The Longest Journey" zu bekommen. Noch schwieriger war es allerdings, das Spiel mit Windows XP überhaupt zum Laufen zu bekommen. Weshalb man jetzt doppelt dankbar sein kann über die Wiederveröffentlichung: Die läuft nämlich problemlos. Und zeigt, dass auch ein fünf Jahre altes Spiel noch fesseln kann.

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The Longest Journey: Altes Juwel neu entdeckt

Ein Spiel - mit einer bezaubernden Hauptdarstellerin, der Kunststudentin April Ryan - das ein modernes Märchen ist. Eines, in dem zwei Welten ins Gleichgewicht gebracht werden müssen: Arcadia und Stark. Archaisch und naturverbunden die eine, technisch und modern die andere. Als Mittlerin dient April Ryan. Nicht als Superheldin, sondern als ganz normale junge Frau. Als Frau, die sich anfangs überfordert sieht von der ihr zugedachten Prüfung, damit hadert und nahezu verzweifelt. Die sich dann doch auf den Weg begibt. Und an ihrer Aufgabe wächst. Schön ist es, dieser Entwicklung beizuwohnen, ihr dabei zuzuschauen, wie sie Rätsel löst und damit die Geschichte vorantreibt.

Schön ist auch die Grafik - die kann trotz ihres Alters noch immer begeistern. Noch schöner aber, dass demnächst "Dreamfall" erscheinen soll. Das ist der Nachfolger von "The Longest Journey". Und bis es soweit ist, spielt man den Vorgänger. Damit man den nicht noch mal verpasst.

Für Spieler, die die Erstauflage verpasst haben, die ein schönes Märchen spielen wollen - und die finden, dass es zu wenig Adventures gibt.


"The Longest Journey: Special Edition" von Anaconda; für PC, ca. 20 Euro; USK: Freigegeben ab 6 Jahren

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