Silicon Valley Apple und Google leiten ihre Pendlerbusse nach Angriffen um

Unbekannte beschießen oder bewerfen offenbar die Pendlerbusse, mit denen Apple und Google ihre Mitarbeiter täglich von San Francisco ins Silicon Valley bringen. Die Konzerne reagieren mit Umleitungen.

Apple leitet einige seiner gemieteten Luxusbusse um, nachdem in den vergangenen Tagen mehrere der Fahrzeuge auf dem Weg von San Francisco zum Firmensitz in Cupertino mit unbekannten Gegenständen beschossen oder beworfen wurden.

Das US-Portal "Mashable" hat entsprechende interne E-Mails von Apple eingesehen  und deren Echtheit bestätigt. In einer E-Mail der bei Apple für die Busse zuständigen Abteilung heißt es demnach: "Aufgrund der aktuellen Vorkommnisse besonders auf dem Highway 280 leiten wir die Busse bis auf Weiteres um. Für einige Pendler könnte das eine um 30 bis 45 Minuten längere Fahrtzeit pro Stecke bedeuten."

An vier Bussen wurden Fensterscheiben eingeschlagen. Die Vorfälle sollen sich zwischen dem 12. und 16. Januar ereignet haben. Ein Mitarbeiter spekuliert, jemand schieße mit Gummigeschossen auf die von Apple gemieteten Fahrzeuge. Das Unternehmen arbeite eng mit der Polizei zusammen, um die Zwischenfälle zu untersuchen, heißt es in der E-Mail weiter.

Auch ein Google-Bus wurde attackiert. Der Internetkonzern lässt seine Busse aus Sicherheitsgründen jetzt ebenfalls eine andere Route nehmen, wie "Mashable" berichtet .

Hightech-Arbeiter als Ursache hoher Mieten

Die gutverdienenden Angestellten der Unternehmen im Silicon Valley haben in den vergangenen Jahren mit dafür gesorgt, dass die Lebenshaltungskosten, Mieten und Immobilienpreise in San Francisco massiv gestiegen sind. Die Großstadt ist für sie als Wohnort attraktiver als die kleinen Orte, in denen zum Beispiel Apple, Google und Facebook ihre Firmensitze haben.

Dafür nehmen sie in Kauf, jeden Morgen lange Strecken zur Arbeit zu pendeln. Mehrere Unternehmen stellen dafür ganze Busflotten zur Verfügung. Abgeholt werden die Angestellten an öffentlichen Bushaltestellen. An Bord der teils luxuriös und mit WLAN ausgestatteten Fahrzeuge können sie dann schon arbeiten, während sie zur Hauptverkehrszeit auf den stets überlasteten Straßen der Region unterwegs sind.

Gentrifizierungsgegner kritisieren die Praxis seit Jahren. Manche versuchen, sich juristisch dagegen zu wehren, andere haben schon Busse blockiert, Reifen aufgeschlitzt und Scheiben eingeworfen .

Dass die jüngsten Angriffe auf die Busse von Apple und Google mit diesen Gruppen zusammenhängen, ist bislang aber nicht bewiesen.

pbe
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