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18. November 2004, 15:54 Uhr

Armer Bill

Gates' Postfach versinkt im Spam

Microsoft mag sich publikumswirksam dem Kampf gegen Spam verschrieben haben, gefeit ist das Unternehmen davor selbst nicht. Bill Gates, ließ dessen Partner Steve Ballmer wissen, bekomme vier Millionen E-Mails am Tag. Das halte eine ganze Abteilung in Lohn und Brot.

Bill Gates: Spam-Opfer No. 1?
REUTERS

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Wer schon immer vermutete, dass E-Mails etwas mit ABM zu tun hätten, kann sich das von Microsoft-Chef Steve Ballmer bestätigen lassen. Bei Microsoft, plauderte er aus, sei eine ganze Abteilung nur damit beschäftigt, sich durch die vier Millionen E-Mails zu pflügen, die Microsoft-Gründer Bill Gates täglich erhält.

Den Hauptgrund dafür sieht Ballmer darin, "weil er Bill Gates ist" und hält den MS-Firmengründer für den Menschen, der wohl "am meisten Spam erhält". Denn das Gros der elektronischen Briefe sei nichts als Werbemüll. Den hat Gates also auch aus persönlicher Betroffenheit auf dem Kieker, denn dem Kampf gegen Spam fühlt sich Microsoft seit längerem, aber offensichtlich auch nicht erfolgreicher als andere verpflichtet.

Oder macht Gates irgendetwas falsch?

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Auch sein eigenes elektronisches Postfach, verriet Ballmer, werde täglich mit ungewollten Mails überflutet. Seine E-Mail-Adresse - steveb"at"microsoft.com - sei schließlich weithin bekannt. Ballmer jedoch braucht keine eigene Postsortierung: Gerade mal zehn E-Mails schafften es durch die Anti-Spam-Filter, die natürlich seine Firma entwickelt habe, sagte er. Das allerdings ist wunderbar: so schön wenig Post bekommt wohl kaum ein Firmenlenker mit mehr als 14 Angestellten. Was da wohl alles im Filter hängen bleibt, das eigentlich auf den Desktop gehört hätte?

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