Reaktion auf Invasion Auch Microsoft stoppt Verkauf seiner Produkte in Russland

Der Softwarekonzern will in Russland keine Produkte und Dienstleistungen mehr anbieten. Man sei »entsetzt, wütend und traurig« über die Bilder aus der Ukraine.
Microsoft-President Brad Smith: »Ungerechtfertigte, grundlose und ungesetzliche Invasion«

Microsoft-President Brad Smith: »Ungerechtfertigte, grundlose und ungesetzliche Invasion«

Foto: Jakub Porzycki / NurPhoto / IMAGO

Wie auch andere US-Technikunternehmen schränkt Microsoft seine Geschäfte in Russland erheblich ein. Jenseits der Vorgaben durch die Sanktionen gegen Russland stoppt der Softwarekonzern aus Redmond nach eigenen Angaben alle neuen Verkäufe von Produkten und Dienstleistungen in Russland.

»Wie der Rest der Welt sind wir entsetzt, wütend und traurig über die Bilder und Nachrichten aus dem Krieg in der Ukraine«, schrieb Microsoft-President Brad Smith in einem Blogpost , »und wir verurteilen diese ungerechtfertigte, grundlose und ungesetzliche Invasion durch Russland.«

Wichtiger noch als die Maßnahmen gegen Russland sei die Hilfe von Microsoft für die Ukraine im Bereich der IT-Sicherheit, schrieb Smith. Man werde das Land weiterhin bei der Abwehr russischer Cyberangriffe unterstützen, »wie zuletzt im Fall eines Angriffs auf einen großen ukrainischen Sender«.

Seit Kriegsbeginn habe Microsoft geholfen, gegen Russlands »destruktive oder störende Maßnahmen gegen mehr als 20 ukrainische Regierungs-, IT- und Finanzorganisationen« vorzugehen. Auch Cyberattacken gegen mehrere zivile Seiten habe es gegeben, das verstoße gegen die Genfer Konventionen.

Wie auch Facebooks Mutterkonzern Meta, TikTok und YouTube hat Microsoft Maßnahmen gegen den russischen Sender RT beschlossen. Die RT-App wurde aus Microsofts App-Store entfernt, Inhalte von RT oder Sputnik sollen in den Newsfeeds von Windows  und MSN.com nicht mehr gezeigt werden. Zudem hat Microsoft angekündigt, den Algorithmus seiner Suchmaschine Bing zu ändern, um Inhalte von RT und Sputnik in den Ergebnissen nach unten zu verschieben.

Apple hatte die Verkäufe seiner Produkte in Russland bereits am Dienstag ausgesetzt. Auch der Bezahlservice Apple Pay und andere Dienste wurden eingeschränkt.

Google setzt sein Anzeigengeschäft in Russland bis auf Weiteres aus. Betroffen ist die Werbung sowohl im Umfeld der Internetsuche als auch auf der Videoplattform YouTube.

pbe
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