Bärenspiel "Bruno"-Jagd mit dem Blasrohr

Braunbär Bruno hält Bayern in Atem, das finnische Fängerteam hat seine Spur verloren. Im Web können Hobby-Anästhesisten den Streuner mit Betäubungspfeilen erlegen - so ähnlich wie beim guten alten Moorhuhn, nur hat Bruno bessere Überlebenschancen.


Bruno-Jagd: Ruhig, Brauner

Bruno-Jagd: Ruhig, Brauner

Wieder und wieder foppt Bruno alias "JJ1", wie der aus Norditalien stammende Braunbär offiziell heißt, seine Verfolger. Er taucht hier und dort auf, bricht einen Bienenstock auf, verspeist Hasen oder Meerschweinchen, setzt sich auch mal gemütlich vor eine Polizeiwache und verschwindet dann wieder im Dunkel des Bayerischen Waldes. Bruno ist ziemlich nachtaktiv und inzwischen dreister, als es den Behörden gefällt - darum verstärken sie die Jagd und haben ein ganzes Expertenteam aus Finnland auf ihn angesetzt. Bisher vergebens.

Was den finnischen Fängern noch nicht gelungen ist, kann jetzt jeder im Internet versuchen: Bruno mit dem Blasrohr und Betäubungspfeilen erlegen. Die Grundidee der Seite www.brunoderbaer.de ist ziemlich ähnlich wie beim Moorhuhn, aber anders als die Hühner muss der Bär nicht sterben - es sind ja Betäubungspfeile, kein Schrot.

Mal streckt Bruno seinen Kopf aus einem Blockhaus, mal lugt er um einen Bienenstock oder erscheint auf dem Hochsitz. Per Mausklick kann man ihn mit dem Blasrohr in die Narkose schicken. Für jeden Treffer gibt es Punkte - am Sonntagnachmittag lag User "David" mit stolzen 837 Punkten vorn.

jol/dpa



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