Netztrends Warum Chinesen nach "Kleiner Apfel" suchen

Stell dir vor, du bist online - und hast keinen Zugriff auf Google, Facebook oder Twitter. Für 600 Millionen Menschen User in China sind diese Dienste gesperrt. Was also suchen und finden sie im Netz?
Von Katharin Tai
Nutzer in einem Internetcafé in Peking: nachts Basketball, morgens Lottozahlen

Nutzer in einem Internetcafé in Peking: nachts Basketball, morgens Lottozahlen

Foto: How Hwee Young/ dpa

Mehr als 600 Millionen Menschen gingen 2014 in China online, zum ersten Mal mehr über mobile Geräte als über Desktopcomputer. Sie alle haben auf Facebook, Twitter und neuerdings auch auf Instagram in der Regel keinen Zugriff. Stattdessen bewegen sie sich in einem eigenen, fast rein chinesischen Netz, von dessen Trends man in Deutschland wenig mitbekommt.

Für den Rest der Welt hatte Google im Dezember ein Video mit den meistgesuchten Begriffen des Jahres veröffentlicht, um Trends und wichtige Ereignisse des Jahres 2014 zusammenzufassen. Wer aber wissen will, wonach die chinesischen Internetnutzer suchten, schaut nicht bei Google nach - die Seite des amerikanischen Suchgiganten ist seit dem Sommer endgültig in China gesperrt.

Auch vor der Sperrung war der meistgesuchte Begriff auf Google in China ohnehin "Baidu", der Name von Chinas größter heimischer Suchmaschine. Auch Baidu hat eine Liste der meistgesuchten Begriffe und ein dazu passendes Video veröffentlicht  - von Videospielen über Schauspieler und Abnahmetipps hin zu Messerattacken ist alles dabei. Wir erklären einige der häufigsten Suchanfragen:

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