Betrugsversuch Finanzministerium warnt vor falschen E-Mails

Haben Sie auch eine E-Mail vom Finanzministerium wegen zu viel gezahlter Einkommensteuer bekommen? Die Behörde warnt: Dabei handelt es sich nicht nur um einen schlechten Scherz - sondern um einen Betrugsversuch.

Bundesfinanzministerium in Berlin: Warnung vor E-Mail-Betrug
AP

Bundesfinanzministerium in Berlin: Warnung vor E-Mail-Betrug


Berlin - Das Bundesfinanzministerium hat vor betrügerischen E-Mails für sogenannte Änderungsbescheide an die Steuerbehörden gewarnt. Seit dem Wochenende versuchten Betrüger, per E-Mail an Konto- und Kreditkarteninformationen von Steuerzahlern zu gelangen. Sie geben sich nach Angaben des Ministeriums als "Bundesministerium der Finanzen" aus und geben vor, die betroffenen Bürger hätten zu viel Einkommensteuer gezahlt.

Um diese zurückzuerhalten, müsse ein in der E-Mail angehängtes Antragsformular ausgefüllt werden. Darin müssten unter anderem Angaben zu Kontoverbindung und Kreditkarte sowie Passwort angegeben werden. Das Antragsformular könne nur online ausgefüllt werden, und Nachfragen würden nicht per Telefon beantwortet.

Das Finanzministerium warnte davor, auf solche oder ähnliche E-Mails zu reagieren. Änderungsbescheide würden nicht per Mail verschickt und Kontoverbindungen nie in dieser Form abgefragt. Zuständig für Änderungen von Steuerbescheiden und für die Abgabe von Steuererklärungen ist zudem nicht das Bundesministerium der Finanzen, sondern das jeweils zuständige Finanzamt.

ore/dpa



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