Impfstoff-Entwickler Biontech dementiert Hackerangriff mit Ransomware

Das Unternehmen Biontech, das an einem Covid-19-Impfstoff arbeitet, sollte laut einem Medienbericht Opfer einer Cyberattacke geworden sein. Die Firma widerspricht, die Journalisten räumen einen Fehler ein.
Biontech-Gebäude in Marburg: "Keine IT-Systeme durch Verschlüsselungstrojaner betroffen"

Biontech-Gebäude in Marburg: "Keine IT-Systeme durch Verschlüsselungstrojaner betroffen"

Foto: RONALD WITTEK/EPA-EFE/Shutterstock

In einem am Freitag veröffentlichten Bericht des Onlinemagazins "Business Insider"  hieß es, dass es im September einen versuchten Cyberangriff auf den Mainzer Impfstoffentwickler Biontech gegeben habe. Hacker sollen demnach versucht haben, die Firma mit sogenannter Ransomware anzugreifen.

Die Firma dementiert den Bericht jedoch entschieden: "Es waren keine IT-Systeme des Unternehmens durch Verschlüsselungstrojaner betroffen", erklärte eine Sprecherin dem SPIEGEL. "Business Insider" hat inzwischen eingeräumt , dass bei der Berichterstattung ein Fehler passiert sei.

Auch der SPIEGEL hatte an dieser Stelle zunächst unter Verweis auf "Business Insider" berichtet, dass es offenbar zu einem Angriff mit einer sogenannten Ransomware gekommen sei. Dabei handelt es sich um eine von Cyberkriminellen verwendete Angriffsvariante, bei der Daten verschlüsselt und für die Betroffenen unlesbar gemacht werden. Oft erpressen die Hacker die Opfer und geben die Daten erst gegen eine Geldzahlung in der Digitalwährung Bitcoin wieder frei.

Laut dem Bericht von "Business Insider" sollten bei dem angeblichen Angriff Daten durch den Ryuk-Trojaner verschlüsselt worden sein. "Einen solchen Angriff mit dem Ryuk-Ransomware-Virus hat es nicht gegeben", sagt die Biontech-Sprecherin.

Aus Sicherheitskreisen heißt es ebenfalls, dass man keinerlei Erkenntnisse über einen Cyberangriff auf Biontech habe.

Anmerkung: Diese Meldung wurde mehrfach aktualisiert.

hpp
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