Boomende Kryptowährung Bitcoin kostet erstmals mehr als 20.000 Dollar

Der Aufwärtstrend der Cyberwährung Bitcoin hält an: Nun werden für eine Einheit der ältesten und wichtigsten Online-Devise erstmals mehr als 20.000 Dollar fällig.
Café im kanadischen Vancouver, das die Zahlung mit Bitcoin akzeptiert (Archivbild)

Café im kanadischen Vancouver, das die Zahlung mit Bitcoin akzeptiert (Archivbild)

Foto: Andy Clark/ REUTERS

Die Digitalwährung Bitcoin hat erstmals die Marke von 20.000 US-Dollar überschritten. Am Nachmittag kostete ein Bitcoin auf der Handelsplattform Bitstamp bis zu 20.440 Dollar (umgerechnet 16.766 Euro). Der bisherige Rekord von 19.700 Dollar pro Einheit wurde damit klar übertroffen.

Der Bitcoin profitiert schon seit einiger Zeit von mehreren Entwicklungen. Grundsätzlich scheint das Interesse an Digitalwährungen in den vergangenen Monaten nach einer längeren Flaute wieder gestiegen zu sein.

Zudem hatte der Onlinebezahldienst PayPal angekündigt, in das Geschäft mit der Kryptowährung einzusteigen. PayPal will es seinen Kunden ab Anfang 2021 ermöglichen, mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen zu bezahlen.

Die Ankündigung im Oktober hatte dem Bitcoin einen anhaltenden Kursaufschwung beschert. Auch generell scheint das Interesse professioneller Investoren größer geworden zu sein, nachdem sich lange Zeit vor allem Privatanleger mit kleinerer Anlagekasse für digitale Währungen interessiert haben.

Immer wieder heftige Kursschwankungen

Beim Handelsstart im Februar 2009 war der Bitcoin nur ein paar Cent wert. Dann entwickelte sich die Währung zunächst abseits der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. 2013 durchbrach der Bitcoin zum ersten Mal die 1000-Dollar-Marke. Ende 2017 erreichte die Währung kurzzeitig Werte von deutlich über 15.000 Dollar, stürzte dann aber wieder auf unter 5000 Dollar ab. Lesen Sie hier:

Hinter dem Bitcoin steckt die Idee einer Währung, die unabhängig von Staaten, Zentralbanken und der Geldpolitik existiert. Anders als klassische Währungen werden digitale Zahlungsmittel nicht von einer zentralen Stelle kontrolliert, auch Buchungen müssen nicht von einer zentralen Stelle bestätigt werden.

fek/Reuters/dpa