Bitkom "Rundfunkgebühren" auf PCs schaden dem Image Deutschlands

Finanziell, sagt Bitkom-Chef Bernhard Rohleder, bringt die Einbeziehung von netzfähigen Computern in die GEZ-Gebühr niemandem etwas. Für den Hightech-Standort Deutschland sei sie aber rufschädigend.


Bitkom-Chef Bernhard Rohleder: GEZ-Gebühr schadet dem Hightech-Standort

Bitkom-Chef Bernhard Rohleder: GEZ-Gebühr schadet dem Hightech-Standort

Eine Ausdehnung der Rundfunkgebühren auf Computer würde dem Image Deutschlands als Hightech-Standort nach Ansicht des Branchenverbandes Bitkom schaden. "Wir würden uns wünschen, dass PCs und das Internet nicht in einer Haushaltsabgabe berücksichtigt werden", sagte der Geschäftsführer des Verbandes der Computer- und Telekommunikationsbranche Bitkom, Bernhard Rohleder, auf der Computermesse Systems in München.

Finanziell würde sich die Einbeziehung von Computern in eine pauschale Rundfunkgebühr kaum bemerkbar machen. "Sie würde genauso hoch ohne PCs und Internet ausfallen", sagte Rohleder. Genaue Berechnungen, die dies belegen, lasse der Verband derzeit erarbeiten.

Grundsätzlich sei eine pauschale Haushaltsgebühr allerdings besser als eine generelle Abgabe für geschäftlich genutzte PCs, die auch im Gespräch gewesen sei. Für die Unternehmen sei angesichts der aktuellen Diskussion vor allem Planungssicherheit über das Jahr 2004 hinaus wichtig. Bitkom sieht sich mit mehr als 1200 Mitgliedsunternehmen als wichtiges Sprachrohr der Hightech-Industrie in Deutschland.

Die Ministerpräsidenten der Länder wollen angesichts des Zusammenwachsens von Fernsehgerät und PC nächste Woche in Saarbrücken über eine Neugestaltung der Gebühr beraten. PCs sind durch ein Moratorium bis 2004 von der Gebühr befreit. Die Länder erwägen, dass private Haushalte künftig nur noch pauschal eine Gebühr von 31,58 Mark zahlen. Von Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen soll ebenfalls pauschal pro Betriebsstätte eine Gebühr erhoben werden.



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