Branchengerücht Facebook baut sich einen E-Mail-Dienst

Dem Branchen-Blog "TechCrunch" zufolge ist beim weltgrößten Social Network Facebook ein eigener E-Mail-Dienst in Arbeit. Die aktuell über 400 Millionen Mitglieder der Community könnten damit direkt aus ihrem Facebook-Profil heraus Mails verschicken - mit ihrem Namen als E-Mail-Adresse.
Facebook: Eigener E-Mail-Dienst?

Facebook: Eigener E-Mail-Dienst?

Foto: A3250 Oliver Berg/ dpa

"TechCrunch"-Gründer Michael Arrington bezieht sich auf die übliche "mit dem Produkt vertraute Person", ohne einen Namen zu nennen. Seine anonyme Quelle habe ihm gesteckt , dass die Facebook-Mail intern unter dem Namen "Project Titan" firmiere - gelegentlich aber auch "Googlemail-Killer" genannt werde. Dem Bericht zufolge soll direkt in die Facebook-Plattform ein Webmail-Dienst mit vollem Funktionsumfang integriert werden. Benutzer von E-Mail-Programmen für den Desktop könnten sich demnach aber auch über POP oder IMAP Mails direkt auf den Rechner holen.

Nachrichten verschicken kann man innerhalb von Facebook bereits jetzt, wer will, wird über innerhalb Facebooks eingegangene Nachrichten auch per E-Mail benachrichtigt. Aus Facebook heraus lassen sich schon seit 2007 auch an andere E-Mail-Konten Nachrichten verschicken. Diese Nachrichten sind allerdings in erster Line Werbe-Mails für Facebook - denn um sie zu beantworten, muss man entweder bereits einen Account in der Community haben oder sich eben einen neuen zulegen.

Das würde sich mit dem nun beschriebenen Dienst ändern - "TechCrunch" zufolge würde die sogenannte "Vanity URL", die Facebook-Nutzer sich vor einiger Zeit sichern konnten, automatisch zum E-Mail-Namen. Die vollständige Adresse würde dann jeweils ihrname@facebook.com lauten.

Facebook hat laut einem aktuellen Blog-Eintrag  seines Gründers und Chefs Mark Zuckerberg aktuell 400 Millionen Nutzer. Es wird auch heute schon in erster Linie als Kommunikationsplattform eingesetzt. Ein eigener Webmail-Dienst, der sich auch mit herkömmlichen E-Mail-Programmen versteht, könnte Konkurrenten wie Google wohl tatsächlich Marktanteile abnehmen. Google refinanziert seinen Dienst mit besonders üppigem Speicher über Textanzeigen, die neben E-Mails eingeblendet werden. Ein Algorithmus durchsucht den E-Mail-Text und stellt inhaltlich mehr oder minder passende Anzeigen dazu.

cis

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