Internetprojekt: Lego im Browser
Build with Chrome Google packt Legosteine in den Browser
Wenn Sie heute noch produktiv arbeiten wollen, hören Sie jetzt besser auf zu lesen. Google hat am Dienstag eine Website in Netz gestellt, auf der man in seinem Browser mit virtuellen Legosteinen basteln kann - fast so wie man es früher auf dem Teppich im Wohnzimmer seiner Eltern getan hat. Der Name des Projekts: Build with Chrome .
In einem Google-Blog-Eintrag heißt es, das Projekt sei eine Kooperation des Internetkonzerns mit der Lego-Gruppe. Ursprünglich war es ein Experiment einer australischen Programmierergruppe und nur von Australien und Neuseeland aus erreichbar. Dass die Partner ihre virtuellen Bauklötze nun weltweit zugänglich machen, dürfte einen einfachen Grund haben: Anfang Februar soll "The Lego Movie" Premiere feiern, ein 3-D-Film, der im Stop-Motion-Verfahren ausschließlich mit Lego-Bausteinen und -Figuren gedreht wurde.
Gleichzeitig ist Build with Chrome eine Demonstration der technischen Möglichkeiten moderner Webbrowser und der Grafiktechnologie WebGL. Natürlich möchte Google damit auch seinen Webbrowser Chrome bewerben, beim Ausprobieren in der Redaktion funktionierte die Webseite aber problemlos auch im Firefox, im Internet Explorer dagegen nicht. Ganz neu ist die Idee, mit virtuellen Klötzchen Welten zu bauen, allerdings nicht - das Spiel "Minecraft" wurde damit zum Welterfolg.
Mittelerde in "Minecraft": Tolkiens Fantasiewelt in Blockform
Googles Versprechen, man könne damit auch auf Touchscreen-Smartphones und Tablets mit dem Chrome-Browser mit virtuellen Plastiksteinchen basteln, konnten wir nicht nachvollziehen. Der Aufruf der Build-with-Chrome-Website brachte auf unseren Testgeräten, darunter ein nagelneues Android-Handy mit 2,3 GHz schnellem Quadcore-Prozessor, stets die Fehlermeldung "Die erweiterten Webtechnologien des Build-with-Chrome-Projekts werden von deinem Computer oder Webbrowser offenbar nicht unterstützt".
Aber das war vielleicht auch besser so, denn beim Herumspielen mit den Legosteinen im Firefox-Browser blieben wir viel zu lange dabei hängen, zu erforschen, wie man die bunten Steinchen am besten mit der Maus übereinanderstapelt, welche Bausteine in der Online-Spielkiste vorhanden sind. Wer sich einige Fehlversuche ersparen will, kann sich in der sogenannten Build Academy zeigen lassen, wie das Legospiel im Browser funktioniert. Und natürlich hat Google auch eine Anbindung an sein soziales Netzwerk Google+ eingebaut, so dass man nachsehen kann, was für Dinge andere Spieler zusammengebaut haben.
Einige davon lassen erahnen, dass deren Baumeister sich Stunden Zeit genommen haben. Zu viel Zeit auf jeden Fall für einen normalen Arbeitstag.