Bundesrat stimmt zu Bald elektronische Signatur statt Unterschrift

Jetzt ist das neue Gesetz zur elektronischen Signatur wasserdicht. Der Bundesrat stimmte zu, dass eigenhändige Unterschriften bald auf elektronischem Weg ersetzt werden können.


So genannte Smartcards sollen in Zukunft die Unterschrift vollwertig ersetzen

So genannte Smartcards sollen in Zukunft die Unterschrift vollwertig ersetzen

Berlin - Geschäfte, für die bisher eine Unterschrift notwendig war, sollen künftig auch über das Internet abgewickelt werden können. Der Bundesrat billigte dazu ein Rahmengesetz über "elektronische Signaturen", das der Bundestag bereits Mitte Februar verabschiedet hatte. Dieses soll sicherstellen, dass Partner bei Geschäften im Netz elektronisch so eindeutig zu erkennen sind, als ob sie eigenhändig auf Papier unterschrieben hätten.

Rolf Bender, Referent im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, bestätigte gegenüber SPIEGEL ONLINE, dass damit das Gesetz nach seiner Verkündung wahrscheinlich schon in einigen Wochen in Kraft treten werde. Mit dem Regelwerk wird eine EU-Richtlinie zu "elektronischen Signaturen" zum Teil umgesetzt.

Dabei geht es vor allem um die technischen Einzelheiten und die Überwachung der digitalen Unterschrift. Rechtsverbindlich und damit für den Alltag relevant werden derartig gesicherte Signaturen allerdings erst nach Verabschiedung des so genannten Schriftverkehrsgesetzes, das noch vom Bundestag beraten wird.

Der Umsatz im elektronischen Geschäftsverkehr ist nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums im letzten Jahr auf 483 Millionen Mark gestiegen. Bis 2003 werden jährliche Wachstumsraten von 200 Prozent erwartet.



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