Neue Verteidigungsstrategie Bundeswehr bereitet Cyberattacken vor

Die deutschen Streitkräfte haben den Cyberspace als Kriegsschauplatz entdeckt. Jetzt werden nach SPIEGEL-Informationen auch offensive Operationen zum Schutz eigener Systeme geplant.

Die Bundeswehr bereitet Cyberattacken zum Schutz der eigenen Computersysteme vor. In einem Sachstandsbericht informierte das Verteidigungsministerium den Bundestag nach SPIEGEL-Informationen darüber, dass "Abwehrkonzepte, die über den rein passiven Schutz zur Minimierung der Auswirkungen" eines Cyberangriffs hinausgehen, bereits von der Nato untersucht worden seien. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

Sobald die rechtlichen Rahmenbedingungen für solche "Responsive Cyber Defence"-Operationen gegeben seien, würden die "Möglichkeiten zur Unterbindung und Beendigung eines Angriffs" bei der Bundeswehr geplant und umgesetzt.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte im September vergangenen Jahres eine Neuorganisation der Cyberaktivitäten der Bundeswehr angeordnet. Für den Cyberspace, der nun neben Land, See, Luft und Weltraum als weiterer Kriegsschauplatz definiert ist, richtete sie ein eigenes Kommando ein. Außerdem wurden die IT-Kompetenzen gebündelt. Bisher allerdings war öffentlich vor allem von defensiven Cyberfähigkeiten die Rede.

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