DDos-Attacken aus dem Ausland CDU meldet Hackerangriffe auf Parteitag

Bei der digitalen Kür des neuen CDU-Vorsitzenden ist es laut Generalsekretär Paul Ziemiak zu zahlreichen Hackerangriffen gekommen. Die Partei sei jedoch darauf vorbereitet gewesen.
Kandidaten auf der CDU-Homepage: Livestream zeitweise unterbrochen

Kandidaten auf der CDU-Homepage: Livestream zeitweise unterbrochen

Foto: Rüdiger Wölk / imago images/Rüdiger Wölk

Auf den digitalen Parteitag zur Kür des neuen CDU-Vorsitzenden hat es nach den Worten von Generalsekretär Paul Ziemiak zahlreiche Hackerangriffe vor allem aus dem Ausland gegeben. Diese konnten aber abgewehrt werden, teilte Ziemiak mit. Die Attacken seien »nicht witzig«, sagte der Generalsekretär. »Aber wir haben uns gewehrt.« Die Partei sei auf solche Angriffe vorbereitet gewesen.

Bei den Angriffen handelte es sich um sogenannte DDoS-Attacken (Distributed Denial of Service), bei denen versucht wird, den Server des Opfers mit massenhaften Anfragen in die Knie zu zwingen. Dabei hatten die Angreifer offenbar vor allem die Homepage der CDU (www.cdu.de ) im Visier.

Die Partei hatte aber vorsorglich die digitalen Arbeitsplätze der Delegierten außerhalb der CDU-Infrastruktur aufgesetzt, sodass die Angreifer den Ablauf des Parteitags nicht stören konnten. Nur das Streaming des Parteitags für die Öffentlichkeit konnte zeitweise nicht über die CDU-Homepage angeschaut werden. Das Videosignal lief parallel aber auch live bei YouTube und verschiedenen TV-Sendern.

Laschet: Risiko »exzellent bewältigt«

Auch das digitale Wahlsystem konnten die Angreifer nicht erreichen. Es lief auf Servern des Anbieters Polyas, die nicht öffentlich bekannt waren. Der Angriff auf die Homepage wurde dann nach Parteiangaben in Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom zurückgedrängt. Dazu unterbanden die Techniker zunächst Zugriffe aus Osteuropa und Afrika, wo Server der Angreifer lokalisiert wurden. Schließlich wurden auch bestimmte IP-Adressen in Deutschland blockiert, von denen DDoS-Datenpakete auf den CDU-Server abgefeuert wurden.

Die Wahl des neuen Vorsitzenden Armin Laschet  war am Samstag digital erfolgt, muss nun allerdings noch in einer Briefwahl bestätigt werden. Laschet sagte in seinem Schlusswort, man müsse sich nur vorstellen, was passiert wäre, wenn technisch etwas schief gegangen wäre, eine Abstimmung nicht funktioniert hätte oder einer der Hackerangriffe erfolgreich gewesen wäre. »Die Häme in ganz Deutschland wäre uns gewiss gewesen.« Mit dem neuen Format sei die CDU »ein großes Risiko« eingegangen - »aber dieses haben wir exzellent bewältigt«.

dab/dpa/AFP

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