Cebit-Splitter Telekom verglasfasert zehn Städtchen

Die Telekom bringt schnelles Internet zuerst nach Neu-Isenburg, Brühl und acht andere Städtchen. Außerdem im Cebit-Überblick: Vodafone funkt in Berlin und Hamburg noch 2011 flächendeckend mit LTE-Standard und das Motorola-Tablet Xoom soll happige 700 Euro kosten.  

Cebit: Messebauer zimmert den Stand des polnischen Wirtschaftsministeriums zusammen
dapd

Cebit: Messebauer zimmert den Stand des polnischen Wirtschaftsministeriums zusammen


Die Deutsche Telekom will in diesem Jahr schnelle Glasfaser-Netze in zehn Städten aufbauen. Die neuen Glasfaser-Netze sollen rund 160.000 Haushalte erreichen. Der Begriff "Städte" ist in dem Kontext zwar formal korrekt. Aber es denkt wohl niemand als erstes an einen der von der Telekom ausgewählten Orte, wenn er das Wort Stadt hört: Die Glasfaser-Netze sollen in Brühl, Hannover, Hennigsdorf, Neu-Isenburg, Kornwestheim, Mettmann, Offenburg, Potsdam und Rastatt geschaltet werden - und "in Teilen von Braunschweig".

Zudem wird Köln in diesem Jahr komplett mit dem schnelleren Mobilfunk-Datenstandard LTE abgedeckt und der Handy-Empfang soll in der Bahn besser werden, die Mobilfunk-Abdeckung der Gleisstrecken will die Telekom in diesem Jahr von 1500 auf 5000 Kilometer ausbauen. (lis/dpa)

Vodafone installiert UMTS-Nachfolger in Hamburg, Bremen und Berlin

Vodafone wird das Netz für die nächste Mobilfunkgeneration LTE noch in diesem Jahr in den deutschen Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen starten. In anderen Großstädten wie München oder Frankfurt wird Vodafone LTE erst anbieten, wenn die jeweiligen Bundeländern flächendeckend mit Breitband-Internet versorgt sind. Denn nach den Bestimmungen der Bundesnetzagentur müssen in solchen Ländern zunächst die Gemeinden ohne Breitband-Zugang mit LTE versorgt werden. Die Abkürzung steht für Long Term Evolution, einen weiteren Standard der vierten Mobilfunkgeneration. LTE ist im Grunde eine Weiterentwicklung von UMTS - braucht aber gänzlich neue Hardware, einschließlich neuer Sendestationen. (lis/dpa)

Motorola-Tablet wird 700 Euro kosten

Ende April soll Motorolas Android-Tablet Xoom auch in Deutschland erhältlich sein. Das Modell mit UMTS-Empfangsteil gibt es zunächst drei Monate exklusiv bei der Telekom, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Der Preis für den iPad-Konkurrenten soll 700 Euro betragen. Derzeit gibt es ein iPad mit 16 GB Speicherplatz für 100 Euro weniger. Wieviel Speicher das Xoom eingebaut haben wird, gab die Telekom nicht bekannt. In den USA sind 32 GB verbaut. Dafür hat das Motorla-Tablet zwei Kameras auf Vorder- und Rückseite, kann Inhalte über eine HDMI-Schnittstelle auf einen Fernseher übertragen und nutzt den HSPA-Standard für schnell Internet-Verbindungen. (ore)

Das schnellste Notebook, nicht das schönste

Schenker XMG U700 Ultra: Schön schnell aber nicht schön

Schenker XMG U700 Ultra: Schön schnell aber nicht schön

Die Leipziger Firma Schenker Notebooks protzt auf der Cebit nach altem Vorbild mit Speed. Das nach Schenker-Angaben "weltweit schnellste Gaming-Notebook" soll "alle bisherigen Grenzen mobiler Leistungsfähigkeit" sprengen. Möglich macht's ein Intel-Sechskern-Prozessor mit 3,46-3,73 GHz, der von einer nVidia-Grafikkarte mit bis zu 2 Gigabyte Grafikspeicher und SSD-Festplatten mit bis zu 256 Gigabyte flankiert wird - in der höchsten Ausbaustufe. Dann, so der Hersteller, erreicht der fette Flitzer mehr als 26.000 Punkte in dem Geschwindigkeitstestprogramm "3D-Mark Vantage". Zum Vergleich: Ein Intel Core i5 Dualcore-Chip mit 2,5 GHz kommt im selben Test auf rund unter 4000 Punkte.

Schnell ist es also, das kryptisch als XMG U700 Ultra bezeichnete Notebook, aber auch teuer. Die einfachste Version kostet bereits 1749 Euro. Im Vollausbau, unter anderem mit drei SSD-Festplatten und dem schnellsten Prozessor, werden daraus flink 6238 Euro. (mak)

Kinect-Feeling für PC

Bewegungssensor von Asus: Wave Xtion steuert Computer ohne Berührungen

Bewegungssensor von Asus: Wave Xtion steuert Computer ohne Berührungen

Zappeln vor dem Bildschirm ist in, das weiß man seit dem enormen Erfolg von Nintendos Wii-Spielkonsole, bei der man Spiele mit bewegungssensitiven Controllern und Zusatzgeräten wie dem "Balance Board" steuert. Microsofts ähnlich arbeitende "Kinect"-Steuerung für die Xbox 360 ging in den ersten 60 Tagen nach Verkaufsbeginn acht Millionen Mal über die Ladentheke. Inspiriert von diesem Erfolg will jetzt Asus das Zappel-Prinzip auf PC bringen.

Wave Xtion nennt das Unternehmen sein Zusatzgerät, mit dem man PC-Anwendungen berührungslos durch Gesten steuern können soll. Optisch erinnert es mit seinen beiden waagerecht angeordneten Kamerasensoren an Microsofts Kinect. Neben der eigentlichen Steuereinheit enthält das Wave Xtion Sender und Empfänger zum drahtlosen Übertragen von Videos. So soll man per Wireless-HDMI Filme in Full-HD-Auflösung beispielsweise vom Laptop zum Fernseher. Vor allem aber soll auf diese Weise das Laptop zur Spielkonsole werden, die man am TV spielt.

Zwei Spiele, die sich über die neue Gestensteuerung dirigieren lassen, werden beim Kauf des Asus-Geräts mitgeliefert, weitere sollen über einen App Store erhältlich sein. darüber, wann und zu welchem Preis das Wave Xtion verfügbar wird, schweigt Asus allerdings noch. Ganz fertig ist man mit der Entwicklung offenbar nicht. (mak)



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