Sascha Lobo - Der Debatten-Podcast Nach Vernunft kommt Vernunftpanik

In der Coronakrise quillt das mangelnde Bewusstsein für die eigenen Privilegien aus Abiturientendeutschland heraus, schrieb Sascha Lobo wütend. Im Podcast reagiert er auf Leserzuschriften.

"Im klopapiergefüllten Neun-Zimmer-Stuckaltbau lässt sich eine Ausgangssperre viel leichter ertragen als alleinerziehend mit zwei kleinen Kindern in der Einzimmerwohnung", schrieb Sascha Lobo in seiner jüngsten Kolumne "Wider die Vernunftpanik". Den derart Privilegierten sei das offenbar nicht klar, wenn sie "mit dem Lieferprosecco in der Hand in der Netflix-Pause vom Balkon aus" Passanten anmotzen, warum sie nicht zu Hause sind.

Dass manche Menschen aber möglicherweise nicht perfekt über das Coronavirus und die Gegenmaßnahmen informiert oder mit allem versorgt sind, dass viele eben nicht einfach acht Stunden im Homeoffice bei voller Bezahlung arbeiten können, das berücksichtigen sie nicht, beklagte Lobo. Natürlich müsse in einer Notsituation wie dieser auf Fachleute gehört werden, "aber eben nicht allein auf medizinische". Gesellschaften seien nun einmal "komplexe Haufen, in denen oft anders reagiert wird, als Laien glauben".

Wer hingegen "so tut, als sei das Härteste und Extremste die einzige Alternative", kommuniziert daher nicht verantwortlich, sondern vernunftpanisch. Ebenso wie jene, findet Lobo, die jetzt jedes Grundrecht kritiklos opfern und jeder Überwachungsmaßnahme zustimmen würden.

Im Podcast kommentiert er Zuschriften seiner Leserinnen und Leser.

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pbe