Netzwelt-Ticker Cybercrime-Gesetz, Skype-Wurm, Google-Tablet

Im Netzwelt-Ticker: Philippinisches Cybercrime-Gesetz auf dem Prüfstand; Computerwurm gefährdet Skype-Nutzer; Google und Samsung planen angeblich 10,1-Zoll-Tablet.
Skype: Fotolinks legen Windows-Nutzer rein

Skype: Fotolinks legen Windows-Nutzer rein

Foto: DPA

Wenige Tage, nachdem es in Kraft getreten ist, hat der Oberste Gerichtshof der Philippinen ein Gesetz gegen Cyberkriminalität vorerst ausgesetzt . Zuvor waren 15 Anträge eingegangen, die in Frage stellten, ob die neuen Vorschriften zulässig sind. Die Nachrichtenagentur AP berichtet, der Gerichtshof wolle prüfen, ob durch das Gesetz bürgerliche Freiheiten verletzt werden. Laut der philippinischen Nachrichtenseite Inquirer soll das Gesetz zunächst 120 Tage nicht praktisch angewendet werden .

Der Mitte September verabschiedete sogenannte Cybercrime Prevention Act ist auf den Philippinen umstritten, eigentlich ist er als Maßnahme gegen Straftaten wie Identitätsdiebstahl, Spam und Kinderpornografie im Netz gedacht. Auch Cybersex ist im Zuge des Prevention Acts unter Strafe gestellt worden . Für Ärger sorgt konkret zum Beispiel ein Bestandteil des Gesetzes, der drastische Strafen für die Verleumdung im Internet vorsieht, etwa in Form von Online-Kommentaren. Nutzern drohten dafür bis zu zwölf Jahre Gefängnis .

Als Reaktion auf die Gesetzesverabschiedung hatten zahlreiche Internetnutzer ihre Twitter- und Facebook-Profile schwarz gefärbt oder mit politischen Botschaften versehen, Regierungsseiten waren gehackt worden . Mehrere Abgeordnete - darunter einige, die das Gesetz abgesegnet haben - sollen nun angekündigt haben, es ändern zu wollen. Dadurch sollen die Bedenken von Internetnutzern und Bürgerrechtlern ausgeräumt werden.

Vorsicht bei Fotolinks auf Skype

Manchmal ist es besser, nicht allzu neugierig zu sein. Momentan gilt das besonders für Skype-Nutzer, die von Freunden oder Unbekannten scheinbar Links zu Bildern geschickt bekommen. Statt Fotos könnten sie sich über die URLs eine Variante des Wurms "Dorkbot"  auf den Computer laden, warnt die Sicherheitssoftware-Firma Sophos. Dieser Wurm mache den Rechner zum Teil eines Botnets, der seinerseits Fake-Nachrichten versendet. Anfällig seien für die Attacke vor allem Windows-Computer.

Verbreitet werden die Links zur Schadsoftware mit kurzen Nachrichten wie "lol is this your new profile pics?". Eine deutsche Variante enthält die Frage: "hallo, sag mal ehrlich sind das deine fotos?" Auf die Textzeilen folgt ein Goo.gl-Link, in dem manchmal der eigene Nutzername vorkommt. Wer bereits geklickt hat, findet im englischsprachigen Skype-Forum Tipps, wie man den Wurm wieder los wird .

Gerüchte um Tablet von Samsung und Google

Während es zum Mini-iPad viele unbestätigte Meldungen gibt - nach Informationen des "Wall Street Journal" soll Apple die Produktion von zehn Millionen Exemplaren in Auftrag gegeben  haben -, machen jetzt auch zu Googles nächstem Tablet konkrete Spekulationen die Runde. CNet will erfahren haben, dass Google für die Nexus-Baureihe an einem 10,1-Zoll-Tablet arbeitet - zusammen mit Samsung . Für das Nexus 7 hatte Google mit Asus kooperiert.

Das neue Gerät soll eine höhere Auflösung als das iPad 3 haben, 2.560 mal 1.600 Pixel, schreibt die Nachrichtenseite. Mit 10,1 Zoll Bildschirmdiagonale wäre das Tablet etwas größer als der Apple-Konkurrent mit 9,7 Zoll. Google hat sich zu der angeblichen Kooperation bisher nicht geäußert.

Auch das noch:

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