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11. Dezember 2012, 15:43 Uhr

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Das digitale Universum schwillt an

Experten schätzen das im Jahr 2012 erzeugte Datenvolumen auf unvorstellbare 2,8 Zettabyte. Verantwortlich für die Datenflut sind die vielen vernetzten Geräte und der Boom in den Schwellenländern. Manchem bereitet dieses Wachstum Sorgen.

Berlin - Je digitaler unser Leben wird, desto größer werden die Datenberge. Der Speicherspezialist EMC schätzt das im Jahr 2012 erzeugte Datenvolumen auf 2,8 Zettabyte. Ein Zettabyte, hinter der 1 stehen also 21 Nullen. Die Experten prognostizieren, dass es bis 2020 sogar 40 Zettabyte sein werden. Diese Zahl entspreche der 57-fachen Anzahl der Sandkörner auf allen Stränden der Erde, rechnete EMC aus.

Das rasante Wachstum der Datenberge wird mehr und mehr von Maschinen angetrieben. Vernetzte Geräte wie Smartphones, Stromzähler, Überwachungskameras oder Autos mit Navigationssystemen erzeugen ständig Daten, deren Anteil bis 2020 auf mehr als 40 Prozent steigen wird, wie der Speicherspezialist EMC am Dienstag mitteilte. 2005 waren es erst elf Prozent. "Das Internet der Dinge erzeugt immer mehr Daten", sagte die Deutschland-Chefin von EMC, Sabine Bendiek.

Datenschützer Peter Schaar zeigt sich besorgt

Ein Grund für die gewaltige Zunahme der Datenmengen ist auch die wachsende Internetnutzung in bevölkerungsreichen Schwellenländern wie China, Indien oder Brasilien. Ihr Anteil soll 2020 bereits 62 Prozent erreichen und damit die Datenproduktion in Europa und den USA in den Schatten stellen. Heute sind es 36 Prozent, darunter China mit einem Anteil von 13 Prozent und Indien mit vier Prozent. Auf die USA entfallen in diesem Jahr 32 Prozent der globalen Datenproduktion, auf Westeuropa 19 Prozent.

Besorgt äußerte sich der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar über die rasante Zunahme bei Daten, die automatisch von Maschinen erzeugt werden. "Wir haben unsichtbare Datensammler in unseren Smartphones, Kraftfahrzeugen und anderen Geräten, die laufend Daten generieren", sagt Schaar, "das macht mir natürlich große Sorgen."

Die Konsequenz müsse "ein Instrumentenmix aus gesetzlichen Regelungen, die der technischen Entwicklung angepasst werden müssen, und aus technologischen Lösungen" sein. Die Hersteller von Smartphones müssten zum Beispiel dafür sorgen, dass persönliche Daten eingekapselt würden, damit sie nicht von beliebigen Apps ausgelesen werden könnten.

juh/dpa

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