Datenbrille Google kündigt neue Glass-Version an

Google hat eine überarbeitete Version seiner Datenbrille Glass angekündigt. Gleichzeitig weitet das Unternehmen sein Testprogramm aus: Jeder Brillenbesitzer soll drei Freunde zum Kauf einladen können.

Glass-Nutzer: Jeder Tester darf drei Freunde einladen, 1500 Euro auszugeben
AFP

Glass-Nutzer: Jeder Tester darf drei Freunde einladen, 1500 Euro auszugeben


Wer zu den wenigen Glass-Besitzern zählt, soll noch in diesem Jahr die Chance bekommen, seine Datenbrille gegen das Nachfolgemodell auszutauschen, meldet der offizielle Glass-Account bei Google+. Dabei könne auf Wunsch die Brillenfarbe gewechselt werden. Nach Informationen von "TechCrunch" soll der Austausch kostenlos möglich sein. In Googles FAQ erfährt man derzeit lediglich, dass ein 60-tägiges Zeitfenster für die Tausch-Anmeldung geplant ist, Details sollen im November folgen.

In seinem Post hat Google zudem angekündigt, das Glass-Testprogramm auszuweiten. Demnach soll bald jeder "Explorer" - so werden die bisherigen Nutzer genannt - drei Freunde einladen können, ebenfalls Datenbrillen-Tester zu werden. Günstig ist das jedoch nicht: Laut "TechCrunch" kostet der Brillenkauf 1500 Dollar. Dieselbe Summe hatte Google schon für das ursprüngliche Glass-Modell verlangt. Dem "TechCrunch"-Bericht zufolge lassen sich nur Personen einladen, die in den USA wohnen.

Welche praktischen Vorteile das Hardware-Update mit sich bringt, hat Google bis jetzt nur in wenigen Sätzen angedeutet: Demnach soll das neue Glass-Modell mit "künftigen Reihen" von Sonnen- und gewöhnlichen Brillen funktionieren, außerdem soll es einen Mono-Ohrhörer mitbringen. Bislang setzte Google auf einen Knochenschall-Lautsprecher,der Töne, Sprache und Musik direkt in die Schädelknochen überträgt.

Die Möglichkeit, Bekannte zum Glass-Test einzuladen, hatte Google ausgewählten Entwicklern bereits im Juli angeboten. Eine Endkundenversion der Datenbrille dürfte nach aktuellem Informationsstand frühestens im Laufe des Jahres 2014 erscheinen.

mbö



insgesamt 43 Beiträge
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Seite 1
Steuerzahler0815 29.10.2013
1.
Also dass man praktisch darum betteln muss etwas kaufen zu DÜRFEN finde ich befremdlich...
felisconcolor 29.10.2013
2. Wäre wirklich
interessant wie das neue Model und Brillenträger zusammen kommen. Bislang scheitern ja die meisten VR Produkte bei Brillenträgern. Und nein ich will keine Kontaktlinsen und lasern schon gar nicht.
egon_kallinski 29.10.2013
3. Super Strategie
Jeder Benutzer darf drei weitere werben, die für jeweils 1500 Dollar eine Brille kaufen? Wenn dann noch eine Provision für den Werber herausspringt, ist das ein schönes Schneeballsystem.
anja-boettcher1 29.10.2013
4. Dieses Ding passt natürlich ganz hervorragend zum NSA-Skandal,
es kommen nur diejenigen als Käufer in Betracht, die gar nichts dagegen haben, ihren gesamten Alltag vor Geheimdiensten und Internet-Multis zu entblößen. Da aber auch die Privatsphäre all jener verletzt wird, denen solche Internet-Junkies begegnen, und alle öffentlichen Orte, die sie besuchen, sollte der Verkauf dieser Monstererfindung aus der finstersten Vision Orwells hier schlichtweg verboten werden.
Blaumilchvor, 29.10.2013
5. Ok ko
Muss ich dann zukünftig dann gleich drei Leuten die Brille von der Nase schlagen1 Nein! Die laufen ja nicht immer zusammen herum! Einern nach dem anderen reicht völlig aus...
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