Datenlecks Geheimnis-Träger außer Kontrolle

Wer hat die fast 92.000 geheimen Berichte über den Afghanistan-Krieg an WikiLeaks weitergegeben? US-Behörden arbeiten fieberhaft an der Aufklärung. Ein Blick auf die letzten militärischen Datenskandale zeigt, wie vielfältig die Quellen sein könnten - von Insidern bis zu uniformierten Trotteln.

WikiLeaks-Ausschnitt der Afghanistan-Daten: Für die US-Regierung politisch hochpeinlich
dpa

WikiLeaks-Ausschnitt der Afghanistan-Daten: Für die US-Regierung politisch hochpeinlich

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Für die US-Regierung und die Truppe ist die Veröffentlichung der Daten auf der Whistleblower-Web-Seite politisch höchst peinlich und offenbart zumindest potentiell ein Sicherheitsrisiko. Irgendwo gibt es ein Leck im Apparat, durch das brisante Informationen abfließen und das die Sicherheitsbehörden unbedingt stopfen wollen.

Die vertraulichen Berichte zum Afghanistan-Krieg, die WikiLeaks veröffentlichte und die der SPIEGEL, die "New York Times" und der "Guardian" analysierten, sind mengenmäßig in ihrer Dimension einzigartig. Doch längst kein Einzelfall. Immer wieder gelangt hochbrisantes und geheimes Material an die Öffentlichkeit - durch frustrierte Insider, professionelle Datensammler, oder schusselige Geheimnis-Träger.

SPIEGEL ONLINE schildert, wie es zu Militär-Datenskandalen kommen kann und in den vergangenen Jahren kommen konnte:

insgesamt 34 Beiträge
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dietermooskanne 27.07.2010
1. Manning
Ich denke die veröffentlichten Daten sind ein Teil des von Sgt. Manning an WikiLeaks gesendeten Materials. Er hat ja nicht nur das Video veröffentlicht. Da ist doch immer wieder die Rede von 250.000 "cables", die geleaket wurden.
...ergo sum, 27.07.2010
2. ...
Völlig gleichgültig wer das aus welchen Motiven heraus getan hat, wobei angeblich die skandalösesten Sachen nicht einmal veröffentlicht worden sind, sondern zurückgehalten werden. Ich finde es in Ordnung das jeder steuerzahlende und damit diese Personen, deren Material ect. pp. finanzierende Bürger weiß was genau und wo mit seinem Geld angestellt wird. Offenlegungen sind prima, zeigt es uns nicht nur regelmäßig wie Politiker in Demokratien gegen geltende Gesetze verstoßen, was sie so alles versuchen unter den Tisch zu kehren, sondern es schafft auch immer mehr Angst eben dieser Leute sich und ihre "Taten" mal irgendwann im Net vor einem Milliardenpuplikum vorzufinden, samt Erklärungsnöten. Schön wenn sie ab sofort weiter in dieser Angst leben. Vielleicht das einzige verbleibene Mittel die wenigstens halbwegs unter demokratischer Kontrolle zu behalten. Vielen Dank an die edlen Spender dieser Unterlagen !!! Wer vielleicht gleichartige Unterlagen hat die in einer Demokratie wichtig sind zu wissen, - bitte um Nachahmung ! Wissen ist Macht und Macht gehört dem Volk ! (vor allem wenn es dafür bezahlt)
Eigengott 27.07.2010
3. Fragwürdig
Wenn schon das Militär nicht auf Daten angemessen achten kann, wie soll ich dann von Banken, Versicherungen Dienstleistern erwarten, daß diese es können? Eine sehr bedauerliche Entwicklung!
12ullameyko 27.07.2010
4. Juhu, endlich ist der Deckel gelupft
Zitat von sysopWer hat die fast 92.000 geheimen Berichte über den Afghanistan-Krieg an WikiLeaks weitergegeben? US-Behörden arbeiten fieberhaft an der Aufklärung.*Ein Blick auf die letzten militärischen Datenskandale zeigt, wie vielfältig die Quellen sein könnten - von Insidern bis zu uniformierten Trotteln. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,708713,00.html
... wenn die ganze Geheimniskrämerei aufhört, weil kein Deckel mehr draufzuhalten ist, dann können die Regierungen auch nichtmehr nach Belieben lügen. Vielleicht wird dann das Volk endlich wach und verlangt mit Nachdruck, das der grausame Krieg, der schon so viele Unschuldige das Leben gekostet hat aufhört. Mit "Unschuldigen" meine ich nicht Soldaten, denn die gehen ganz bewusst in den Konflikt rein und sie wissen spätestens wenn sie dort sind, dass sie etwas Entsetzliches tun.....
12ullameyko 27.07.2010
5. Juhu, endlich ist der Deckel gelupft
Zitat von sysopWer hat die fast 92.000 geheimen Berichte über den Afghanistan-Krieg an WikiLeaks weitergegeben? US-Behörden arbeiten fieberhaft an der Aufklärung.*Ein Blick auf die letzten militärischen Datenskandale zeigt, wie vielfältig die Quellen sein könnten - von Insidern bis zu uniformierten Trotteln. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,708713,00.html
... wenn die ganze Geheimniskrämerei aufhört, weil kein Deckel mehr draufzuhalten ist, dann können die Regierungen auch nichtmehr nach Belieben lügen. Vielleicht wird dann das Volk endlich wach und verlangt mit Nachdruck, das der grausame Krieg, der schon so viele Unschuldige das Leben gekostet hat aufhört. Mit "Unschuldigen" meine ich nicht Soldaten, denn die gehen ganz bewusst in den Konflikt rein und sie wissen spätestens wenn sie dort sind, dass sie etwas Entsetzliches tun.....
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