Datenpanne Facebook-Fehler ermöglichte Vorschau auf private Videos

Eine Fehlfunktion bei Facebook hat für Ärger gesorgt: Eine Woche lang waren Vorschaubilder und Kurzbeschreibungen privater Videoclips für alle Netzwerk-Freunde von Facebook-Usern zugänglich.

Soziales Netzwerk Facebook: Aufgrund eines Fehlers kurzzeitig zu freizügig
AFP

Soziales Netzwerk Facebook: Aufgrund eines Fehlers kurzzeitig zu freizügig


Seit Jahren bietet das soziale Netzwerk Facebook seinen Nutzern die Möglichkeit an, Videoclips auf das eigene Profil hochzuladen und die Streifen mit ausgewählten Freunden zu teilen. Jetzt wurde bekannt, dass ein Fehler in den Sicherheits- und Privatsphäre-Einstellungen des Netzwerks dafür sorgte, dass ungewollt alle Freunde eines Facebook-Anwenders Zugriff auf dessen gesamtes Videoarchiv bekamen.

Üblicherweise kann jedes Facebook-Mitglied selbst bestimmen, wer private Clips zu sehen bekommt. Wie TechCrunch.com berichtet, hatte dieser Kontrollmechanismus in der vergangenen Woche eine Fehlfunktion. Mit der Folge, dass sämtliche Video-Vorschaubilder (Thumbnails) eines Profils, inklusive der Videotitel, der Kurzbeschreibungen und einer Auflistung der dort gefilmten und getaggten Personen, für die jeweiligen Freunde sichtbar waren. Dies unabhängig davon, ob sie die entsprechende Berechtigung besaßen oder nicht.

Inzwischen habe ein Facebook-Sprecher mitgeteilt, der Fehler sei behoben. Er habe außerdem betont, zu keinem Zeitpunkt seien die Informationen für Leute sichtbar gewesen, die nicht auf der Freundesliste eines Nutzers gestanden hätten. Aber auch so dürfte der Fehler hier und da für Verwirrung oder Ärger gesorgt haben. Etwa für Anwender, die sich wundern, warum ihnen ein bestimmtes Video von einem Facebook-Freund nicht freigegeben wurde.

Dieser Vorfall sei nur der jüngste in einer Reihe von Problemen mit den Einstellungen für Sicherheit und Privatsphäre bei Facebook, merken US-Web-Seiten an. CNET.com macht darauf aufmerksam, dass derartige Fehler bei Facebook wie auch nachlässige Privatsphäreeinstellungen negative Folgen für das berufliche Fortkommen haben können. Denn Unternehmen würden sich über künftige Mitarbeiter zunehmend auch aus Quellen im Internet informieren. Hier bieten professionelle Firmen die Erstellung von Bewerberprofilen an, die auch deren Aktivitäten in sozialen Netzwerken untersuchen, wie die " New York Times" kürzlich anmerkte.

meu



insgesamt 2 Beiträge
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sappelkopp 25.07.2011
1. Tja...
...wie kann man Daten "privat" nennen, die man bei Facebook einstellt? Wie naiv muss man sein! Der besten Schutz ist, Daten gar nicht erst entstehen zu lassen bwz. sie nicht ins Internet zu stellen.
Marsupial, 26.07.2011
2. Und
Zitat von sysopEine Fehlfunktion bei Facebook hat für Ärger gesorgt: Eine Woche lang waren Vorschaubilder und Kurzbeschreibungen privater Videoclips für alle Netzwerk-Freunde von*Facebook-Usern zugänglich. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,776385,00.html
Ein neuer Facebook-Fehler... Und in China ist ein Sack Reis umgefallen.
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