Packstationen von DHL Ab August kommt die mTAN nicht mehr per SMS

DHL will Nutzer von Packstationen zur Installation seiner Paket-App bringen. Die App ist künftig der Standardweg zum Empfang von Abholcodes. Für registrierte Nutzer gibt es aber noch eine Alternative.

Packstation, öffne dich: Der Abholcode, der bisher mTAN hieß, wird benötigt, um empfangene Pakete zu kommen.
Manfred Segerer/ imago

Packstation, öffne dich: Der Abholcode, der bisher mTAN hieß, wird benötigt, um empfangene Pakete zu kommen.


Für registrierte Kunden der DHL-Packstation ändert sich die Abholprozedur. Vom 9. August an wird die sogenannte mTAN nicht mehr per SMS verschickt. Diese wird zusammen mit einer Kundenkarte benötigt, um die Fächer mit den Paketen zu öffnen. Ab dem 5. August wird die mTAN, die bald offiziell in Abholcode umbenannt wird, standardmäßig im Bereich "Empfangen" der DHL-Paket-App angezeigt.

Registrierten Kunden wird der Abholcode zusätzlich auch per E-Mail an die im DHL-Kundenkonto hinterlegte E-Mailadresse geschickt - für den Fall, dass jemand die App nicht installieren kann oder möchte.

Kunden können den E-Mailversand des Abholcodes auf der DHL-Website aber auch gleich wieder abbestellen. Achtung: DHL verweist darauf, dass der Mailversand nicht wieder beantragt werden kann, wenn er einmal deaktiviert wurde.

Neukunden haben übrigens keine Wahl mehr, sie bekommen die Codes nicht per Mail. Für sie heißt es: App nutzen oder auf Packstationen verzichten. Die Post erklärt die Umstellung damit, dass alle DHL-Dienste und -Produkte zentral in der Paket-App gebündelt werden sollen. Über das Eintreffen einer Sendung in der Packstation können sich App-Nutzer per Push-Nachricht informieren lassen.

Ein Übersicht mit Fragen und Antworten, die DHL zusammengestellt hat, findet sich hier.

mbö/dpa

Mehr zum Thema


insgesamt 74 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
t_mcmillan 18.07.2019
1. Kundenfreundlich geht anders
Daher: keine Packstation, auch weiterhin. Ich finde es extrem kritisch, das ganze Leben immer mehr in eine kleine elektronische Box zu konzentrieren. Was, wenn man sie verliert oder geklaut bekommt? Oder wenn sie einfach den Geist aufgibt? "Lebbe geht weiter", aber mit etlichen Komplikationen.
m82arcel 18.07.2019
2.
DHL soll sich lieber mal darum kümmern, dass die auf ihrer eigenen Seite angegebenen Stationen auch vorhanden sind. Ich fuhr letztens zufällig am Standort der von mir bevorzugten Station vorbei und sah, dass gar keine Station mehr vorhanden ist - das erklärte dann auch, warum die letzten Pakete in eine "Filiale" umgeleitet wurden. Wie ich später hörte, gibt es die Station schon Monate nicht mehr - online wird sie noch heute aufgeführt und beim Umleiten gibt es natürlich auch keinen Hinweis darauf, dass sie nicht mehr existiert. Ebenso ärgerlich ist es, dass die Karten-Schlitze bei den übrigen Stationen hier im Umfeld entfernt wurden und ich nun nicht nur immer die TAN, sondern zuvor auch meine Kundennummer auf den miserablen (und schmutzigen) Touchscreens eintippen muss. Das ganze System wirkt inzwischen wie aus dem letzten Jahrtausend und sollte dringend modernisiert werden, wenn DHL möchte, dass man es weiter nutzt. Alternativ kommt vermutlich demnächst Amazon mit einer eigenen, funktionierenden und komfortablen Infrastruktur und dann ist das Gejammere über die bösen US Unternehmen wieder groß.
Leonia Bavariensis 18.07.2019
3. Der Service reduziert sich immer mehr
Und vor allem hängt man diejenigen ab, für die Smartphones technisch zu anspruchsvoll sind (auf Grund hohen Alters oder mangelndem Verständnis für die Technologie). Da es aber auch immer weniger Poststellen gibt und die gern schön weit draußen in den Gewerbegebieten liegen, die ohne Auto für Bewegungseingeschränkte nicht mehr erreichbar sind, schließt man indirekt einen Teil der Bevölkerung vom Angebot langsam aus.
schwabenteufel 18.07.2019
4. Kein Smartphone
Ich werde mir wegen DHL kein internetfähiges Mobiltelefon kaufen.
stammtischschreck 18.07.2019
5. Autsch!
Zitat von Leonia BavariensisUnd vor allem hängt man diejenigen ab, für die Smartphones technisch zu anspruchsvoll sind (auf Grund hohen Alters oder mangelndem Verständnis für die Technologie). Da es aber auch immer weniger Poststellen gibt und die gern schön weit draußen in den Gewerbegebieten liegen, die ohne Auto für Bewegungseingeschränkte nicht mehr erreichbar sind, schließt man indirekt einen Teil der Bevölkerung vom Angebot langsam aus.
Also über mein Alter kann man ja diskutieren, aber ich habe kein Smartphone genau WEGEN NICHT mangelndem technischen Verständnis. Kann ja sein, dass man mein schönes altes Handy genauso tracken kann, aber zumindest hört es mich nicht ab und ein vollständiges Vorlieben-Profil ist damit wohl auch eher schwierig zu erstellen. Ich finde es befremdlich, dass man immer mehr dazu gezwungen wird, auch an völlig überflüssigen Stellen nicht mehr ohne auskommen zu sollen. Mag ja sein, dass man als volltransperenter Bürger etwas mehr Komfort "genießt", aber das Smartphone zum einzig MÖGLICHEN Zugangsmittel zu erheben, finde ich strange!
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.