Gefährlicher Spam DHL warnt vor gefälschten E-Mails

Zurzeit kursieren Spam-E-Mails, die nur vermeintlich von DHL oder UPS kommen. In ihrem Anhang steckt Schadsoftware - deshalb sollte er keinesfalls geöffnet werden.
DHL-Mitarbeiter: Via E-Mail lässt sich die Sendung nachverfolgen - wenn es sich nicht um eine Spam-E-Mail handelt.

DHL-Mitarbeiter: Via E-Mail lässt sich die Sendung nachverfolgen - wenn es sich nicht um eine Spam-E-Mail handelt.

Foto: Oliver Berg/ picture alliance / dpa

Bei vermeintlichen E-Mails von Paketdiensten wie DHL und UPS sollten Nutzer in diesen Tagen vorsichtig sein. Die Verbraucherzentrale Brandenburg (VZB) warnt vor entsprechenden E-Mails von Betrügern, die Nutzer zum Herunterladen einer Zip-Datei auffordern. Wer dies tut und die Datei öffnet, riskiert eine Infektion des Computers mit schädlicher Software.

Besagte Nachrichten kommen als E-Mail mit Link zur Sendungsverfolgung daher und erinnern von der Aufmachung her tatsächlich an Mitteilungen der Paketdienste - wenn auch nur entfernt. Dass es sich um Spam handelt, lasse sich aber rasch an der unseriösen E-Mail-Adresse erkennen, erklärt VZB-Expertin Michèle Scherer.

Dem Absendernamen nach kommen die gefälschten Nachrichten nämlich vom Paketdienst, die Absenderadressen hinter dem Namen stehen aber in keiner Verbindung zu Logistikkonzernen. In der Redaktion etwa landete eine E-Mail mit dem Absendernamen "DHL Logistik-Team". Beim genaueren Hinsehen kam sie jedoch von der E-Mail-Adresse praxis@dr-menzel.com, die mit Sicherheit nichts mit DHL zu tun hat. Allein daran also ließ sich der Spam schon auf den zweiten Blick als solcher identifizieren. Doch auch der arg kurz gehaltene Text in alter Rechtschreibung sowie der Link, der nur mit einer Sendungsnummer überschrieben war, machten die Fälschung als solche erkennbar.

Verbraucherschützerin Scherer rät außerdem dazu, stets aktuelle Anti-Viren-Software zu nutzen und grundsätzlich regelmäßig die eigenen Daten auf einem externen Speicher zu sichern.

Wer tatsächlich in diesen Tagen eine Postsendung aufgegeben hat und sie verfolgen möchte, dem rät die Post in einer Stellungnahme , die enthaltene Sendungsnummer manuell auf der Internetseite  in die Suchmaske zur Sendungsverfolgung einzugeben. "Alternativ prüfen Sie Ihren E-Mail-Posteingang, ob eine Bestellbestätigung eines Versandhändlers eingegangen ist."

kbl/juh/dpa/afp