Digitalbuch-Gerüchte Apple plant angeblich Software für E-Book-Gestalter

Apple wird am Donnerstag angeblich eine Software vorstellen, mit der Amateure interaktive E-Books leicht erstellen und über iTunes verbreiten können. Das berichtet der US-Branchendienst "Ars Technica".
Apples iPad2: Bislang reizen Buchverlage die Möglichkeiten noch nicht aus

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Foto: EMMANUEL DUNAND/ AFP

Apple lädt am Donnerstag zu einer "lehrreichen Vorstellung im Big Apple" . In New York will Apple aber nicht nur ein neues Digitalangebot für Schulbücher vorstellen , sondern auch ein Programm zur Gestaltung von E-Books. Das berichtet der Branchendienst "Ars Technica" unter Berufung auf "gut informierte Quellen".

"Ars Technica" bezeichnet das Programm in Anlehnung an Apples Musiksoftware als ein "GarageBand für E-Books" . Apple, so das Gerücht, wird Software vorstellen, mit der Anfänger und Profis Texte, Töne, Bilder und Videos zu Digitalbüchern komponieren können, die dann über Apples Verkaufsplattform an iPods, iPhones und iPads verbreitet werden können. Das könnte den interessanten, aber auch auf Verlagskonventionen von traditionellen Büchern festgelegten Markt für E-Books umwälzen.

Es hätte aber auch das Potential, den Papierverlagen das Wasser abzugraben. Denn das fehlt tatsächlich noch: ein verlagsfreier Massenvertrieb für selbstproduzierten Text. Blogs erreichen zu wenige Leute, sind technisch relativ aufwendig zu erstellen und nur mit Umständen auf einem E-Buch-Lesegerät oder in fürs mobile Lesen aufbereiteter Form konsumierbar.

So ein von "Ars Technica" beschriebener Zug Apples wäre nur logisch, nachdem Cupertino die Video-, Bild- und Musikproduktion bereits mit Programmen wie iMovie, iPhoto und GarageBand vereinfachte. Zwar gibt es bereits einige Textprogramme, die auch die einfacheren ePub-Formate für E-Bücher beherrschen, allerdings sind sie für Laien oft zu komplex und für Experten zu eingeschränkt.

All das sind bislang nur Spekulationen. Ob Apple wirklich Neuerungen auf dem Markt für E-Books plant, zeigt sich in zwei Tagen - sollte sich nicht Apple des Themas annehmen, wird es sicherlich andere findige Entwickler anlocken.

fko
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