"Donate now"-Button Facebook wird zum Spendenvermittler

Gutes tun per Klick: Facebook führt eine Spendenfunktion ein, über die Nutzer Geld an Non-Profit-Organisationen wie Unicef und Oxfam spenden können. Eine Provision verlangt das Netzwerk nicht, lohnen dürfte sich die Vermittlertätigkeit trotzdem.

 Spenden im Vorbeigehen: Kreditkartendaten werden gespeichert
AFP

Spenden im Vorbeigehen: Kreditkartendaten werden gespeichert


Bislang konnte man bei Facebook am einfachsten per "Gefällt mir" seine Unterstützung für Non-Profit-Organisation bekunden, nun wird auch das Spenden erleichtert. US-Nutzer des Netzwerks können seit Montag 19 Partner wie Oxfam America, Unicef und das Rote Kreuz finanziell unterstützen, weitere Organisationen sollen folgen. Ihren Spendenbeleg erhalten die Nutzer per E-Mail, auf Wunsch können sie auch Freunde auf ihre Spende aufmerksam machen.

Die Option zur Online-Spende taucht standardmäßig auf den Facebook-Seiten der Partner auf, ebenso am Rand von Posts jener Organisationen. Wer auf den im Englischen "Donate now" genannten Button klickt, kann anschließend die Spendensumme festlegen, neben zehn, 25, 100 und 250 Dollar ist die Eingabe eines selbstgewählten Betrags möglich. Das Geld geht vollständig an den ausgewählten Partner, Facebook verlangt keine Provision.

Lohnen dürfte sich die Spendenvermittlung trotzdem: Wie die offizielle FAQ-Seite verrät, speichert Facebook standardmäßig die Kreditkartendaten der Spender. Wer das nicht will, muss seine Bezahl-Informationen manuell über seinen Account löschen. So dürfte das Unternehmen darauf spekulieren, dass bei Nutzern, deren Daten einmal online gespeichert sind, die Hemmschwelle sinkt, auch für andere Facebook-Angebote Geld auszugeben. Zudem ist Facebooks Kooperation mit den Non-Profit-Organisationen natürlich gut fürs Image.

Nutzer konnten für Taifun-Opfer spenden

Als Spendenvermittler hat das Netzwerk bereits Erfahrung. Nach dem Taifun "Haiyan" bot Facebook Nutzern aus aller Welt die Möglichkeit, zehn Dollar beziehungsweise hierzulande zehn Euro an das Rotkreuz- und Rothalbmond-Netzwerk zu spenden. Das entsprechende Angebot tauchte im November prominent am Kopf der Website auf. Facebook zufolge soll die Aktion derart erfolgreich gewesen sein, dass sie das Unternehmen dazu inspirierte, eine dauerhafte Spendenmöglichkeit anzubieten. Wie viel Geld für die Taifun-Opfer zusammenkam, verrät das Unternehmen allerdings auch auf Anfrage nicht.

Wie bei Facebook üblich, wird die neue Spendenfunktion nach und nach weiteren Nutzergruppen zugänglich gemacht. Wann sie für nichtamerikanische Nutzer verfügbar sein wird, steht aber weder in der Ankündigung noch auf der FAQ-Seite.

mbö



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