Dotcom-Kündigungswelle Arbeitslos und Spaß dabei

So sieht Galgenhumor aus: Start-ups im Silicon Valley entlassen reihenweise Mitarbeiter, doch die antworten mit bitteren Scherzen und werden plötzlich berühmt. SPIEGEL ONLINE zeigt Videos gefeuerter Star-Wars-Helden, Haikus über ein Leben ohne Krankenkasse - und die Aktion "Ich blogge für Essen".


Natürlich tut es weh, natürlich ist es hart, natürlich lachen Tania Khadder und John Henion nicht darüber, dass sie vor einigen Wochen mit 60 anderen jungen Menschen bei Al Gores Web-Fernsehsender CurrentTV entlassen wurden.

Doch die beiden wollen ihren Frust nicht in sich hineinfressen.

Sie schreiben ihren Ärger in einem Blog auf, hängen sich Pappschilder um mit Sprüchen wie "Ich blogge für Lebensmittel", stellen sich in San Francisco auf die Straße, lassen sich fotografieren und sind ein paar Stunden später in allen großen US-Online-Medien zu sehen.

Khadder und Henion sind die bekanntesten der gut 100.000 hochqualifizierten Menschen, die Medien- und IT-Firmen einer Statistik des Fachdienstes Techcrunch zufolge seit September entlassen haben.

Die Reaktion von Khadder und Henion ist exemplarisch für diese freigesetzte Generation. Einige der Gefeuerten schreiben Geschichten, über die man lachen kann, bis es einem im Hals steckenbleibt.

Entlassene Star-Wars-Soldaten, die Poesie der Arbeitslosigkeit und Yahoos peinliche Anleitung zum Feuern - SPIEGEL ONLINE zeigt, wie das Silicon Valley über die Krise lacht.



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