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Datenschutz Daten von einer Million Facebook-Nutzer für fünf Dollar

Datenberge als Schnäppchen: Ein Blogger behauptet, für fünf Dollar insgesamt eine Million Daten von Facebook-Nutzern gekauft zu haben. Die Daten selbst finden sich aber auch anderswo im Internet - auf dubiosen Facebook-Seiten.
Facebook: Eine Million Daten, erhältlich für fünf Dollar

Facebook: Eine Million Daten, erhältlich für fünf Dollar

Foto: THOMAS HODEL/ REUTERS

Bogomil Shopov ist ein Schnäppchenjäger - und der Deal, den er am 23. Oktober abgeschlossen haben will, der dürfte wohl einer seiner besten sein. Für den Preis von fünf Dollar will Shopov eine Million Daten gekauft haben; Daten von Facebook-Nutzern. Enthalten sind der Klarname, ein Link zum entsprechenden Facebook-Profil und die dazugehörige E-Mail-Adresse.

Shopov hat über den Fall in seinem Blog  berichtet. Demzufolge hat er auf der Seite gigbucks.com das Angebot eines Nutzers namens "mertem" gesehen. Auf Gigbucks können Mitglieder ihre Dienste anbieten, für einen Betrag, der zwischen fünf oder 50 Dollar liegt. Der User "merten" verkauft dort eine Million Facebook-Daten für fünf Dollar. Auf der Seite angemeldet ist "merten" seit dem 15. Oktober. Außerdem im Angebot: Daten zu 310.000 Twitter-Profilen, ebenfalls für fünf Dollar.

Laut Selbstauskunft arbeitet "merten" für ein Unternehmen, das im sozialen Netzwerk mehrere Apps anbietet und so an die sensiblen Nutzerdaten kommt. Teile der Daten, für die Shopov fünf Dollar gezahlt hat, finden sich teilweise auch auf Facebook selbst. Auf Fanpages wurden die Daten offenbar veröffentlicht. Ob "mertem" die Daten von dort hat oder ein Kunde sie dort eingestellt hat, ist unklar.

Der Blogeintrag von Shopov verbreitet sich schnell, landet auf der Hauptseite von Reddit und schließlich auch bei Facebook. Das Unternehmen meldete sich, berichtet Shopov, daraufhin per Telefon und bat den Blogger, dem Unternehmen die Daten zu schicken und von seiner Festplatte zu löschen.

"Wir haben unsere Sicherheitsteams auf den Fall angesetzt und werden radikal gegen Fälle wie diese vorgehen", kommentierte eine Facebook-Sprecherin den Fall auf Anfrage.

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