Von der Ärztin zur Schweißerin Googles Gleichberechtigungs-Emojis werden Standard

Im Alltag wird schon lange nicht mehr von Männer- und Frauenberufen gesprochen. Jetzt gibt es Gleichberechtigung auch bei Emojis - zumindest teilweise. Elf neue Symbole zeigen Frauen im Arbeitsleben.

Google

Bisher werden Frauen bei Emojis klare Rollenbilder zugeschrieben: Prinzessin, Braut oder beim Haareschneiden. Detektive, Ärzte und Polizisten werden hingegen als Männer dargestellt. Eine Gruppe von Google-Mitarbeitern hatte im Mai neue Symbole vorgeschlagen, mit denen dieses Ungleichgewicht verschoben werden sollte.

Jetzt teilt der Konzern per Blogpost mit, dass das für die Emoji-Standardisierung zuständige Unicode Consortium elf neue Emojis in seine Liste aufnehmen will. Damit solle die Vielfalt der Berufsmöglichkeiten für Frauen dargestellt und Mädchen weltweit motiviert werden, sich für bisher von Männern dominierte Berufe zu qualifizieren.

Frauen würden Emojis intensiver nutzen als Männer, begründete Google damals seinen Vorschlag. Besonders in der Altersgruppe bis 30 würden sie die kleinen Symbole am häufigsten in ihrer Kommunikation verwenden. Google hatte insgesamt 13 neue Emojis vorgeschlagen.

Unter den neuen Symbolen finden sich eine Ärztin, eine Köchin, eine Landwirtin, eine Wissenschaftlerin, eine Lehrerin, eine Schweißerin und ein weiblicher Rockstar. Die Figuren sind auch in der männlichen Version nutzbar und können gemäß der Hautfarbe angepasst werden.

Zudem habe das Unicode Consortium zu 33 bestehenden Emojis weibliche Varianten zugelassen, darunter ein Mann, der sich die Haare schneiden lässt, eine Detektivin und eine Gewichtheberin. Die neuen Symbole könnten vor Ende des Jahres auf Smartphones erhältlich sein, hieß es.

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brt/AP

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insgesamt 11 Beiträge
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Seite 1
Rubyconacer 15.07.2016
1. Emoticons
Wird das bei den in Europa üblichen Emoticons auch nachgezogen? Diese japanischen Emojis verstehen leider bei uns die meisten miss (Lachen/Zähnefletschen).
Vikko 15.07.2016
2. Schwachsinn!
Der gewöhnliche Smiley ist doch viel besser! Das runde geschlechts- und rassenlose Gesicht bietet für jeden Identifikationsmöglichkeit, ohne dass es dabei irgendwie mit political correctness in Verbindung gebracht wurde. Wie wäre es statt alles immer weiter aufzugendern und zu diversifizieren, man einfach generalisiert? Alle Männer und Frauen, alle Weißen, Asiaten, Schwarze und Latinos (die weibliche Form ist inkludiert!), alle Hetros, Homos, Trans und Bis sind dich schlussendlich nur eines: Menschen. Aber wir es jetzt läuft, bin ich nur noch genervt...
dmenz 15.07.2016
3. Soso.
Na Mahlzeit. Die wirklich wichtigen Dinge.
loeds 15.07.2016
4. Good to know.
Und vielleicht, aber nur vielleicht, sind wir dann auch mal soweit, dass wir die Gleichberechtigung auf die weniger wichtigen Dinge wie bspw. Gesetze ausdehnen... Täter/innen, keine Bevormundung der Frauen beim Sorgerecht...
Moridin 15.07.2016
5. Albern
Es muss genausowenig eine Schweißerin geben wie es ein entsprechendes Emoji dafür geben muss. Genauso wie die Sprache sind Emojis geschlechtsneutral - das Wort Schweißer beschreibt weibliche und männliche Schweißer, auch wenn das grammatikalische Geschlecht "männlich" ist. Aber für die weniger Gebildeten sind solche Feinheiten vermutlich schwieriger zu erfassen...
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