Endspurt Experte, äußern Sie sich!

Noch fünf Tage können Sie den Mächtigen der Musikindustrie mitteilen, wie Sie sich die Zukunft der digitalen Musik vorstellen und wünschen. Die von SPIEGEL ONLINE unterstützte Studie des Projekts Zukunftsmusik will Wege aus der Krise weisen - und zwar solche, die auch die Kunden zufrieden stellen.


Die Zukunft des Musikmarkts ist auch unter vermeintlichen Experten in etwa so umstritten wie die richtige Taktik bei einem Fußballspiel. Nur in einem Punkt sind sich alle einig: Dass der Konsument, der Hörer, der Plattenkäufer, der Fan, in Zukunft verstärkt den Ton angibt. Also Sie. Und deshalb haben das Forschungsprojekt Zukunftsmusik und SPIEGEL ONLINE vor drei Wochen die "Umfrage zur Zukunft der Musik" gestartet. Um herauszufinden, was Sie erwarten, erhoffen und gegebenenfalls auch zu akzeptieren bereit sind. Und was die Musikindustrie von Ihnen lernen kann.

Die Wichtigkeit des Themas zeigte sich bislang nicht nur in der erfreulich starken Beteiligung. Begleitend erreichten uns auch viele Zuschriften, die das Thema der Untersuchung zum Teil ausführlich und emotional kommentierten. Schließlich ist Musik "ja nicht irgendein kaltes und steriles Produkt", wie es ein Leser und Umfrageteilnehmer treffend ausdrückte, um dann wütend nachzulegen: "Aber die Musikindustrie macht es sich selbst schwer – ich sage nur 'Kopierschutz', da vergeht mir alles!"

Die interessantesten Plädoyers und Argumente werden wir nach Beendigung der Umfrage an dieser Stelle veröffentlichen. Doch vorher möchten wir Sie noch einmal darum bitten, sich an der Umfrage zu beteiligen.

Zur Erinnerung noch einmal die Kurzbeschreibung: Wir präsentieren Ihnen die Befragung in sechs unterschiedlichen, zufällig verteilten Fragebögen - bei Interesse kann also mehrmals mitgemacht werden, entsprechend mit jeweils anderen Fragen. Aus technischen Gründen geschieht die Zufallsverteilung der Links hin zu den verschiedenen Fragebögen auf Basis dieses Artikels: Wer zwischen den Bögen wechseln will oder mehrere ausfüllen, müsste also leider den Artikel reloaden, nicht das Umfragefenster. Da muss man erst einmal drauf kommen: Die Web-Welt ist voller Wunder, kleine Umständlichkeiten inklusive.

Das Ausfüllen eines Bogens dauert etwa 10 - 15 Minuten, und natürlich ist die Teilnahme vollkommen anonym. Auf unserer Webseite zur Studie finden Sie ausführliche Angaben zum Anonymisierungsverfahren und zum Datenschutz.

Für Fragen und Kommentare sind wir wie gehabt unter umfrage@zukunftsmusik.net zu erreichen. Wir bedanken uns herzlich für die Teilnahme.

Gelernt haben wir übrigens auch schon eine Menge - nicht zuletzt über Musik. Bei unserer Frage nach den favorisierten musikalischen Genres konnten diese bei Bedarf ergänzt werden.

Wovon eifrig Gebrauch gemacht wurde: Und zwar von liebevoll-detailliert ("Japanischer Pop zwischen 1987 und 1989", "Literarische Chansons"), über etwas eigenwillig ("Höre ehrlich gesagt nur meine eigene Musik") bis hin zu durchaus überraschenden Nennungen ("Märsche", "Verschiedene Vogelgesänge", "Musiksuiten zu Computerspielen"). Da tun sich ganz neue Nischenmärkte auf für die gebeutelte Musikindustrie.

Gerrit Pohl, Forschungsprojekt Zukunftsmusik
Frank Patalong, SPIEGEL ONLINE



© SPIEGEL ONLINE 2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.