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"Home": Facebook verdrängt andere Apps

Android-App Facebook schickt Home nach Hause

Zurück ans Reißbrett: Facebook hat die Einführung eines Smartphones mit seiner Home-Software in Europa vorerst gestoppt. Die App, die sich über das Betriebssystem stülpt, wurde in den USA von vielen Nutzern heftig kritisiert. Nun soll nachgebessert werden.

Seit Mitte April ist mit dem HTC First ein Facebook-Handy auf dem US-Markt. Dabei handelt es sich - anders als jahrelang spekuliert wurde - allerdings nicht wirklich um eigene Hardware des Konzerns. Facebook hat lediglich dem Android-Betriebssystem des HTC-Geräts eine neue Software-Oberfläche namens Home spendiert, die Facebook-Funktionen wie Status-Updates von Freunden in den Mittelpunkt stellt.

Nach dem Debüt in den USA sollte das HTC First als nächstes in Großbritannien starten. Diesen Europastart hat Facebook nun abgesagt . Hintergrund ist offensichtlich verheerendes Feedback der ersten Nutzer. Jedenfalls erklärte der Konzern gegenüber The Verge , dass man vor der Einführung in Großbritannien die Home-Software überarbeiten wolle, was "einige Monate" in Anspruch nehmen werde. Mit der Überarbeitung wolle man den "zahlreichen Verbesserungsvorschlägen" Rechnung tragen.

Statt "Verbesserungsvorschläge" müsste es wohl eher "Beschwerden" heißen. Ein Scheitern seiner Handy-Software will der Konzern natürlich nicht eingestehen, der unter hohem Erwartungsdruck seiner Aktionäre steht. Zuletzt erhielt die Facebook-Bilanz durch das Geschäft mit mobiler Werbung ordentlich Auftrieb, im ersten Quartal diesen Jahres erzielte Facebook bereits 30 Prozent seiner Einnahmen mit dem Smartphone-Geschäft.

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