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25. März 2015, 21:51 Uhr

Neue Funktionen

Facebook baut seinen Messenger aus

Bestellungen oder Reklamationen via Facebook: Mark Zuckerbergs Firma fügt seinem Messenger neue Funktionen hinzu. Die Nutzer sollen mehr chatten, weniger mailen.

San Francisco - Facebook baut seinen Kurzmitteilungsdienst Messenger deutlich aus. Unternehmen sollen über den Messenger künftig mit ihren Kunden kommunizieren können, sagte Messenger-Chef David Marcus: Zum Beispiel könnten Online-Händler über den Kurzmitteilungsdienst Versandinformationen an die Käufer schicken, genauso könnten Kunden auf diesem Weg Reklamationen loswerden.

Außerdem sollen Verknüpfungen mit anderen Apps das Teilen animierter Bilder, Videos und anderer Multimediainhalte vereinfachen, kündigte Facebook-Chef Mark Zuckerberg am Mittwoch an.

Das Ziel ist offensichtlich: Facebook will die Nutzer dazu bringen, noch mehr Zeit auf seiner Plattform zu verbringen und Teile ihrer täglichen Kommunikation zum Beispiel aus dem E-Mail-Programm in den Messenger zu verlegen. Facebook hat weltweit knapp 1,4 Milliarden Nutzer, der Messenger kommt auf über 600 Millionen.

Zudem macht das soziale Netzwerk Google und YouTube weiter Konkurrenz: Die Facebook-Anwendungen bekommen einen neuen Videoplayer, Videos könnten damit direkt im Online-Netzwerk hochgeladen werden. Außerdem steht Videowerbung mehr im Fokus und App-Entwickler bekommen kostenlose Software-Werkzeuge, um die Aktivität ihrer Nutzer auszuwerten.

Zuckerberg kündigte bei der Entwicklerkonferenz F8 in San Francisco außerdem an, dass bei Facebook bald auch 360-Grad-Videos unterstützt werden sollen. Dabei werde in Zukunft auch die Technologie hinter der 3D-Brille Oculus eine Rolle spielen, die das Eintauchen in virtuelle Welten erlaubt.

Facebook hatte Oculus im vergangenen Jahr für rund zwei Milliarden Dollar gekauft. Zuckerberg hofft, dass die Technologie bei Unterhaltung und auch beim Lernen zum Einsatz kommen wird. Ein Studio experimentiert bereits mit animierten Kurzfilmen für die Oculus-Brille. Bisher wird sie allerdings nur in einem Bausatz für Entwickler angeboten. Wann sie auch für Verbraucher zu kaufen sein wird, ist weiterhin unklar.

sun/dpa

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