Unverschlüsselte Festplatten Daten von 29.000 Facebook-Angestellten gestohlen

Kurz vor Jahresende muss das soziale Netzwerk erneut ein Datenschutzproblem bewältigen - diesmal im eigenen Haus. Unbekannte haben Informationen Zehntausender Mitarbeiter entwendet - auf einem Parkplatz.
Foto: Josh Edelson / AFP

Fast scheint es, als sei es schon wieder zu lange ruhig um Facebook gewesen, da wird der Konzern erneut von einem Datenschutzproblem erschüttert. Dieses Mal sind allerdings nicht Nutzer, sondern Mitarbeiter des sozialen Netzwerks betroffen, berichtet die Nachrichtenagentur "Bloomberg ".

Demnach sind einem Angestellten mehrere Festplatten gestohlen worden, auf denen persönliche Daten von Facebook-Mitarbeitern gespeichert waren. Offenbar handelte es sich dabei in erster Linie um Gehaltsinformationen von insgesamt 29.000 im Jahr 2018 bei Facebook angestellten Personen. In den Datensätzen seien die Namen der Angestellten, ihre Bankverbindungen, Gehaltseinstufungen, Bonuszahlungen, Aktieninformationen und die letzten vier Ziffern der Sozialversicherungsnummern enthalten gewesen.

Einer Stellungnahme des Unternehmens zufolge wurden die Festplatten aus dem Auto eines Mitarbeiters gestohlen. Demnach handelte es sich um einen gewöhnlichen Einbruchsdiebstahl, bei dem der oder die Täter aus dem Auto eines Angestellten eine Tasche stahlen, in der sich die Festplatten befanden.

Keine Nutzer betroffen

Der Einbruch habe bereits am 17. November stattgefunden und das Unternehmen habe am 20. November davon erfahren. Einer Unternehmenssprecherin zufolge gibt es keine Hinweise auf Missbrauch der unverschlüsselt auf den Festplatten gespeicherten Daten. Man gehe daher von einem gewöhnlichen Diebstahl aus und nicht von einer Aktion mit dem Ziel, Mitarbeiterdaten zu entwenden.

Dennoch habe man die betroffenen Mitarbeiter informiert und ihnen kostenlose Präventionsmaßnahmen gegen Identitätsdiebstahl und Überwachung ihrer Kreditkartenzahlungen angeboten. Bemerkenswert: In seiner Stellungnahme weist das Unternehmen ausdrücklich darauf hin, dass auf den Festplatten ausschließlich Daten aktueller und ehemaliger Mitarbeiter, jedoch keine Nutzerdaten gespeichert waren.

Ohnehin hätte der Mitarbeiter, aus dessen Fahrzeug die Festplatten entwendet wurden, die Datenspeicher eigentlich gar nicht mitnehmen dürfen. "Wir haben angemessene disziplinarische Maßnahmen ergriffen", erklärte eine Facebook-Sprecherin. Welcher Art diese Maßnahmen seien, wollte sie jedoch nicht ausführen.

mak