Facebook-Panne Instagram-Datenleck deutlich größer als zunächst kommuniziert

Facebook hatte im März erklärt, die Passwörter von Zehntausenden Instragram-Nutzern unverschlüsselt gespeichert zu haben. Nun räumte das Unternehmen ein: Die Panne betrifft Millionen User.
Logo des Fotonetzwerks Instagram

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Foto: Silas Stein/ dpa

Facebook wendet im Falle einer bereits bekannten Datensicherheitspanne die Salami-Taktik an: Bislang sprach der Konzern von einigen Zehntausend betroffenen Nutzern, jetzt wird klar: Die Passwörter von Millionen Nutzern der Fotoplattform Instagram wurden unverschlüsselt auf internen Servern gespeichert. Das erklärte das Unternehmen am Donnerstag.

Facebook hatte Mitte März eingeräumt, dass die Passwörter von insgesamt Hunderten Millionen Nutzern verschiedener Plattformen in unverschlüsselter Form auf internen Servern gespeichert worden waren. Betroffen waren demnach Nutzer der App Facebook Lite, Millionen weitere Facebook-Kunden sowie Zehntausende Nutzer von Instagram.

Der Konzern betonte damals, die Passwörter seien "niemals" für Außenstehende sichtbar gewesen. Auch gebe es bislang keinen Hinweis darauf, dass Mitarbeiter sie missbraucht hätten.

Facebook ist von einer Serie von Skandalen erschüttert worden. Unter anderen kam heraus, dass die Daten von rund 87 Millionen Nutzern bei der Datenanalysefirma Cambridge Analytica gelandet waren. Sie sollen unter anderem unerlaubt im vergangenen US-Präsidentschaftswahlkampf für die Kampagne des heutigen Amtsinhabers Donald Trump genutzt worden sein.

Erst in dieser Woche wurde zudem eine neue Datenschutzpanne bekannt. Wie das Magazin "Business Insider" berichtete, hat Facebook seit Mai 2016 die E-Mail-Kontakte mancher neuer Nutzer gesammelt, ohne sie um Erlaubnis zu fragen. Facebook teilte am Mittwoch mit, dass es möglicherweise die E-Mail-Kontakte von bis zu 1,5 Millionen neu registrierten Nutzern "unabsichtlich hochgeladen" habe. Es handelt sich um eine Datensammlung noch unbekannten Ausmaßes.

jus/AFP
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