Entscheidung vor US-Präsidentschaftswahl Facebook verbietet Werbung, die Wahlergebnisse anzweifelt

Facebook und Instagram wollen Desinformationskampagnen zur US-Wahl erschweren: Anzeigen, die fälschlicherweise von Wahlbetrug sprechen oder vorzeitig Zweifel am Endergebnis säen, würden gelöscht.
Facebook bereitet sich mit mehreren Maßnahmen auf die US-Wahl vor

Facebook bereitet sich mit mehreren Maßnahmen auf die US-Wahl vor

Foto: Regis Duvignau / REUTERS

Der Facebook-Konzern will vor den US-Wahlen schärfer gegen Werbung vorgehen, die von Wahlmanipulation spricht oder sich gegen bestimmte Wahlmethoden richtet. Dabei geht es beispielsweise um Anzeigen, die die gesetzlich festgeschriebenen Wahlmethoden und -abläufe als illegal darstellen oder in denen eine Wahl als illegitim bezeichnet wird, bevor das finale Ergebnis verkündet wurde.

Entsprechende Anzeigen auf seiner Plattform und im Foto- und Video-Dienst Instagram würden verboten, kündigte das Unternehmen an . Die Maßnahme bezieht sich zunächst auf Anzeigen im Zusammenhang mit der US-Präsidentschaftswahl am 3. November.

Die Regelung gelte ab sofort, schrieb Facebook-Mitarbeiter Rob Leathern am Donnerstag auf Twitter.  Der Schritt wurde bekannt gemacht, einen Tag nachdem US-Präsident Donald Trump in seiner ersten Fernsehdebatte mit dem demokratischen Herausforderer Joe Biden seine Behauptung bekräftigte, dass die Präsidentschaftswahlen am 3. November "manipuliert" werden könnten.

Bereits vor einigen Tagen erklärte Facebook außerdem, dass Nutzereinträge, die vorzeitige Ansprüche auf einen Wahlsieg anmelden, verboten seien.

Wie am Mittwoch bekannt wurde, hat Facebook außerdem mehr als 6500 Seiten und Gruppen gelöscht, die in Verbindung mit der Verschwörungsideologie QAnon oder anderen gewalttätigen Bewegungen stehen. Damit setzte Facebook neue Regeln um, die Gruppen verbieten, in denen mögliche Gewalttaten im echten Leben diskutiert werden.

hpp/reuters
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