Fake News Deutschland fürchtet die Lügenschleudern

Plump ist Trumpf: Gefälschte Nachrichten ließen in den USA die politische Debatte entgleisen. Jetzt sorgt man sich auch in Deutschland vor einem Bundestagswahlkampf voller viraler Lügen. Ist die Angst berechtigt?

Blumen vor Pizzeria in Washington DC: Scharfschützenalarm nach Fake News
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Blumen vor Pizzeria in Washington DC: Scharfschützenalarm nach Fake News

Eine Analyse von


In unserer postfaktischen Zeit ist es schwer geworden, den Überblick zu behalten. Selbst für jene, die es gut meinen. Das zeigte sich, als in den vergangenen Tagen ein erfundenes Zitat einer nichtexistenten Grünen-Politikerin namens Petra Klamm-Rothberger herumging.

Es ging um den mutmaßlichen Mord und die Vergewaltigung in Freiburg, ein Fake-Themenkomplex erster Güteklasse. Die vermeintliche Grünen-Politikerin äußerte, wie eigentlich immer bei erfundenen Zitaten von Grünen-Politikerinnen, Verständnis für muslimische Verbrecher. Hier suggerierte das falsche Zitat, man müsse verstehen, dass der Vergewaltiger der Freiburger Studentin auch noch zum Mörder wurde.

Es gibt keine Grünen-Politikerin namens Petra Klamm-Rothberger, sie war vom "Mosel-Kurier" fabriziert worden. Er ist eine Fake-Publikation, die es als ihren Beitrag zur aktuellen Fake-News-Debatte versteht, haarsträubende Geschichten in die Welt zu setzen und jedem Wutnutzer, der darauf klickt, dann eine "Reingefallen"-Seite vorzusetzen und ihn zu belehren, nicht immer alles zu glauben, was einem im Internet über den Weg läuft.

Es ist die neueste Volte in der Aufregung um Fake News, die auch Deutschland erfasst hat. Seit dem für viele völlig überraschenden Wahlsieg Donald Trumps vor gut einem Monat wird über das Phänomen und dessen Einfluss auf das Wahlergebnis geredet.

Jetzt warnen Politiker aller im Bundestag vertretenen Parteien vor dem Problem. Die CDU will im Bundestagswahlkampf eine schnelle Eingreiftruppe, die eigentlich auf Konkurrenz reagieren sollte, auch auf Falschmeldungen ansetzen (Lesen Sie mehr dazu im aktuellen SPIEGEL). Innen- und Rechtspolitiker der Union wollen gar die Strafbehörden aktiv das Netz nach Falschmeldungen durchsuchen lassen und die Verbreitung von Desinformation unter Strafe stellen lassen. Die SPD ruft zum "gemeinsamen Kampf gegen Fake News".

Es herrscht allgemeine Verunsicherung

Aktionismus zeigt sich auch bereits im Netz, wie bei der Aktion des "Mosel-Kuriers" um die erfundene Grünen-Politikerin, die eigentlich lustig und aufklärerisch gemeint war, letztlich jedoch nur weitere Fake News lieferte.

Denn das Fake-Zitat machte nicht wie gedacht als Link zur "Reingefallen"-Seite Karriere, sondern als Screenshot auf Twitter. Und so echauffierte sich neben der eigentlichen Zielgruppe, die Grünen-Politikerinnen alles Mögliche zutraut, auch noch die andere Seite, indem sie sich lustig machte über die plumpe Fälschung, die nämlich 51 Zeichen zu lang war für eine echte Twitter-Botschaft. Schaut mal, wie dumm die Rechten beim Fake-News-Produzieren sind, war zu lesen.

Die Aktion ging nach hinten los, und wie so oft beim Thema Fake News herrschte Verwirrung. Was kann man tun, um der Flut an Falschinformationen entgegen zu treten? Wie schlimm werden Fake News in Deutschland? Und, nicht ganz unwichtig, was genau sind überhaupt Fake News, und wenn ja, wie viele gibt es?

Trump, "Chefredakteur der Fake-News-Bewegung"

In den USA, von wo die Debatte stammt, ist es noch unübersichtlicher geworden, weil sich rechte Verschwörungstheoretiker den Begriff zu eigen machen und ihrerseits den etablierten Medien die Produktion von "Fake News" vorwerfen. Und weil der Bald-Präsident Donald Trump, der sich seine eigene Realität zurechtgezimmert hat und deshalb schon als "Chefredakteur der Fake-News-Bewegung" bezeichnet wurde, seinerseits den Begriff entdeckt hat.

Hinzu kommt: Da Fake News ein Instrument zur Verunsicherung der Bevölkerung sind, wurde im Fall der US-Wahlen auch gleich Russland für die Verbreitung mitverantwortlich gemacht - wenn aber auch wie in diesem Artikel bislang ohne Belege.

Was aber sind überhaupt Fake News?

Wir sollten von Fake News reden, wenn Falschinformationen absichtlich gestreut werden - und dabei so komponiert werden, dass sie Funktionslogiken sozialer Netzwerke ausnutzen: Weil sie sich viral verbreiten sollen, setzen sie auf Reflexe wie Empörung und gefühlte Wahrheit und auf Reizthemen wie Migranten und Flüchtlinge, Kinder und Missbrauch, Krieg und Frieden.

Fake News können dabei aus politischem Interesse als Propaganda eingesetzt werden oder aus geschäftlichem Interesse als Honigtopf - mit Beiträgen, die sich rasant im Netz verbreiten, lassen sich Werbeeinnahmen erzielen und leichtgläubige Konsumenten anlocken.

Was wir über Fake News wissen

Wir wissen über Fake News, dass die 20 erfolgreichsten Falschmeldungen sich in der Endphase des US-Wahlkampfs stärker verbreiteten als die erfolgreichsten 20 Berichte seriöser Medien, auch wenn sich diese Erkenntnis bislang auf eine einzige Studie stützt. Wir wissen, dass sich ihre Urheber insbesondere der Funktionslogik Facebooks bedienen, nach der viel geteilte Inhalte unabhängig ihres Wahrheitsgehaltes nach oben befördert werden. Das bewog Facebook-Chef Mark Zuckerberg zu einer bemerkenswerten Kehrtwende. Wenige Tage nach einer generellen Verneinung des Problems gab er bekannt, Facebook müsse die Verbreitung von Falschnachrichten begrenzen.

Wir wissen, dass Falschinformationen selbst bei Suchanfragen zum US-Wahlergebnis mitunter die Wahrheit bei den Google-Ergebnissen nach hinten verdrängt haben. Wir wissen über Fake News, dass sie aus allen politischen Richtungen verbreitet wurden, aber sich am häufigsten gegen Hillary Clinton richteten. Und wir haben im US-Wahlkampf erlebt, dass das engste Umfeld Donald Trumps, etwa sein Sohn oder sein designierter nationaler Sicherheitsberater Michael Flynn, aktiv zur Verbreitung von Lügengeschichten beigetragen hat.

Droht uns das alles nun auch in Deutschland?

Von den Zuständen wie in den USA ist man noch weit entfernt. Dort hatte die absurde Geschichte, nach der Hillary Clinton und Vertraute aus einem Pizzarestaurant in Washington heraus einen internationalen Kindersexring dirigieren, selbst nach mehrfacher Widerlegung dazu geführt, dass ein Bewaffneter in die Pizzeria einmarschierte - auf der Suche nach seiner Wahrheit.

Propaganda und Klickgeschäfte auch in Deutschland

In Deutschland sind auch im Zuge von Ukrainekonflikt und Flüchtlingskrise zahlreiche Falschmeldungen aufgekommen. Sie stammen vor allem aus dem Bereich Propaganda - also der vorsätzlichen Beeinflussung aus politischen Motiven. Dort werden etwa Horrorgeschichten zu Flüchtlingen erfunden. Ein beliebtes Topos: 14-Jährige in XXX von Arabern in Schwimmbad vergewaltigt.

Anfang des Jahres sorgte beispielsweise der Fall einer angeblich von Flüchtlingen vergewaltigten 13-jährigen Russlanddeutschen in Berlin für Aufsehen, Moskau machte den Fall zum Politikum. Russische Medien streuten damals Gerüchte und behaupteten, deutsche Behörden vertuschten den Fall. Es kam zu Demos in mehreren deutschen Städten. Später stellte sich heraus, dass das Mädchen nicht vergewaltigt worden war, sondern sich bei einem 19-jährigen Freund aufgehalten hatte.

Wie weit sich politische Propaganda verbreiten kann, zeigte auch die Facebook-Seite von "Anonymous.Kollektiv", bevor sie im Mai 2016 vom Netzwerk gesperrt wurde. Und es gibt Portale wie die "Epoch Times", die hierzulande mit Flüchtlingsmeldungen virale Erfolge feiern, ohne dass sich politische Ziele ausmachen lassen. Hier geht es wohl eher um Werbeeinnahmen durch politische Sensationsmeldungen.

Meinungskompass

Die Gegenöffentlichkeit der AfD

Hier landet man in einem Graubereich, wo sich komplette Falschmeldungen mit zugespitzten Berichten, denen zumindest ein konkreter Sachverhalt zugrunde liegt, mischen. Letzteres macht vor allem die mächtige Gegenöffentlichkeit aus, die die AfD mit ihren mehr als 300.000 Facebook-Fans dominiert. Dabei führen Zuspitzungen von Interview-Äußerungen schon mal zu Morddrohungen - wie es kürzlich dem Bamberger Erzischof geschah, nachdem die AfD-Seite seine Aussagen zu einem möglichen Bundespräsidenten muslimischen Glaubens zuspitzte. Das sind aber meist Zuspitzungen und Verdrehungen, keine reinen Fake News.

Noch herrschen in Deutschland keine amerikanischen Verhältnisse. Auch ist kein Spitzenkandidat in Sicht, der in einer eigenen Realität lebt und das Verwirrspiel mit Lüge und Wahrheit so hemmungslos befördern würde.

Alle anderen Voraussetzungen für eine Fake-News-Welle sind aber vorhanden: Das Misstrauen in die etablierten Medien, das sich von Rändern weiter Richtung Mitte frisst. Politische Bewegungen und Klickportale, die mit ausgedachten Meldungen über Themen, die die "Lügenpresse" angeblich vertuscht, punkten können. Präsenter als in den USA sind zudem russische Staatsmedien wie RT Deutsch oder Sputnik, die über die sozialen Netzwerke ihre Sicht auf deutsche Debatten befördern.

Und: Der Wahlkampf in Deutschland hat noch nicht einmal begonnen.

Tipps für den Online-Alltag: So enttarnen Sie Fakes
Ist die Quelle seriös?
Stößt man auf eine spektakuläre Nachricht, sollte man zunächst prüfen, auf welcher Quelle sie beruht. Bei einer Falschmeldung des "Denver Guardian" aus dem US-Wahlkampf etwa hätte es schon gereicht, den Namen des Mediums zu googeln. Einen "Denver Guardian" gibt es nämlich nicht, wie die "Denver Post", eine real existierende Zeitung, klarstellte. Seriöse Nachrichtenseiten haben ein Impressum und Kontaktmöglichkeiten und verschleiern nicht, wer sie betreibt.

Interessant ist auch, was eine Seite bislang veröffentlicht hat. Ist eine spektakuläre Nachricht vielleicht der erste Beitrag überhaupt? Gibt es die angeblich traditionsreiche Seite möglicherweise erst seit einer Woche? Oder postet die Seite sonst offenkundig blödsinnige Nachrichten?
Handelt es sich um eine Satire-Meldung?
Hat man den Kontext im Blick, entdeckt man auch Satire-Postings leichter. Seit Jahren zum Beispiel kommt es vor, dass Internetnutzer "Postillon"-Meldungen für bare Münze nehmen. Die Website verspricht zwar "ehrliche Nachrichten - unabhängig, schnell, seit 1845", veröffentlicht aber Quatschmeldungen wie "Katastrophenschutz warnt: Werwölfe heute Nacht bis zu 15 Prozent größer". Ähnliches gilt für "Die Tagespresse", die sich als "Österreichs seriöseste Onlinezeitung" bezeichnet.

Neben Satire-Seiten gibt es Websites, die mit erfundenen Nachrichten Besucher locken wollen, um über Anzeigen Geld zu verdienen. Die US-Aufklärungswebsite "Snopes" listet diverse solcher vermeintlicher Nachrichtenangebote auf, darunter etwa "World News Daily Report" und "National Report". Bei Twitter-Accounts sollte man überprüfen, ob ein Tweet wirklich von dem Account kommt, dem er zugeschrieben wird. Mitunter begegnet man auf Twitter auch Fake-Accounts, die nur so ähnlich heißen wie ein bekannter Account. Davon, dass ein Twitter-Konto wirklich demjenigen gehört, dem er angeblich gehört, kann man erkennen, wenn er von Twitter "verifiziert" wurde, also einen weißen Haken auf blauem Hintergrund neben dem Profilnamen hat.
Was steht wirklich im Artikel - und was nur in der Vorschau?
Gerade bei aggressiv etwa per Facebook angepriesenen Artikeln lohnt es sich, im Original-Artikel nachzuschauen, ob der kleine Vorschauschnipsel auf den Artikel und der eigentliche Inhalt zusammenpassen: Steht die Sensation überhaupt im Text?

Jeder Facebook-Nutzer, der eine Seite betreibt oder eine Community managt, kann beim Posten eines fremden Artikels auch die Überschrift und den Einleitungstext ändern.
Hier zum Beispiel haben wir einen SPIEGEL-ONLINE-Artikel mit der Überschrift "Kristina Schröder zieht sich aus Bundespolitik zurück" mal anders verpackt. Wir hätten auch Quatsch schreiben können wie "Kristina Schröder begeistert von Trumps Frauenbild". Merken würde man das als Facebook-Nutzer erst beim Klick auf den Artikel.
Wo kommt die Information her?
Seriös arbeitende Journalisten machen deutlich, wo ihre Informationen herkommen. Wenn etwa über eine Studie berichtet wird, sollte diese genau genannt oder verlinkt sein. Und wenn man ein anderes Medium zitiert, kann man auch einfach einen Link setzen.

Bei Medien wie SPIEGEL ONLINE steht am Ende von Meldungen übrigens oft ein Hinweis wie "dpa", "Reuters" oder "AFP". Dieses Kürzel zeigt an, dass die Meldung oder ein Teil ihrer Informationen von einer Nachrichtenagentur stammt. Meldungen aus Agenturen lassen sich nicht immer verlinken.
Wurde die Quelle richtig wiedergegeben?
Wenn es schon Quellen-Erwähnungen oder -Links gibt, lohnt es sich bei kontroversen Meldungen oft, sich durchzuklicken, bis man irgendwann bei der Ursprungsquelle ankommt. Manchmal ist sie uralt oder wird falsch wiedergegeben, was nicht immer böswillig geschehen muss: So kann es zum Beispiel Übersetzungsfehler geben. Wie der Quellencheck konkret aussehen kann, zeigt zum Beispiel dieses Video vom Kanal "Die besorgte Bürgerin":
Seiten wie "We Watch Fake Anonymous" konnten mit teils simplem Quellenaufrufen immer wieder Behauptungen der mittlerweile gelöschten Facebook-Hetzseite "Anonymous.Kollektiv" widerlegen.
Falle ich gerade auf einen Fake-Klassiker rein?
Viele Falschmeldungen kursieren monate- oder jahrelang durchs Netz - und trotzdem gibt es immer wieder Nutzer, die darauf reinfallen. Das gilt zum Beispiel für Aufrufe, bei denen behauptet wird, per Bild-Posting könne man den Facebook-AGB widersprechen.

Oft reicht es schon, Stichworte einer Meldung mit dem Zusatz "Fake" ins Google-Suchfeld zu packen. Aufklärungsseiten wie "Mimikama" und "Emergent" und Medienkritik-Portale wie "Übermedien" und das "BILDblog" haben schon über viele wiederkehrende Falschmeldungen berichtet.

Viele aufregende Geschichten entlarven sich per simplem Googlen auch als Urban Legends, als Großstadtmythen. Das gilt für manche angebliche Horrornachricht rund um Flüchtlinge - wie die "Hoaxmap" zeigt -, aber auch für viele Anekdoten, die jemand von einem ungenannten Dritten gehört haben will, etwa die Geschichte vom Hund, der im Kaufhaus stirbt.
Ist die Information tatsächlich brisant?
Vorsicht ist auch dann geboten, wenn als Quelle nebulös ein Leak angegeben wird. Nur, weil etwa eine E-Mail nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war, heißt dass nicht, dass sich darin automatisch eine spektakuläre Enthüllung verbirgt.

Bei Reddit und in anderen Internetforen wurde rund um die US-Wahl in allerlei Beiträgen, vor allem aus dem Umfeld von Trump-Fans, auf eine von WikiLeaks veröffentlichte E-Mail verwiesen. Dabei wurde mitunter suggeriert, Hillary Clintons Wahlkampfleiter würde sich in der Nachricht kritisch über Deutschlands Umgang mit der Flüchtlingskrise äußern. Ein Klick auf die Quelle beweist aber: Die E-Mail wurde an den Mitarbeiter Clintons geschickt, nicht von ihm.

Auch wenn viele Blogs und Foren eine Nachricht diskutieren - und kein etabliertes Medium -, hat man nicht unbedingt einen Beleg für "Lügenpresse"-Vorwürfe gefunden. Eins von vielen Gegenbeispielen für diese These findet sich etwa bei "Mimikama".
Zeigt ein Foto wirklich, was es zu zeigen vorgibt?
Gerade kurz nach Naturkatastrophen oder Gewalttaten machen häufig auch Foto-Fakes die Runde. Viele Menschen suchen dann nach Bildern und bekommen zum Beispiel alte Fotos von anderen Ereignissen vorgesetzt.
Vier Schritte - die wir hier detaillierter erklären - können helfen, solche Fakes zu entlarven: von der Bilder-Rückwärtssuche bis hin zum Check der Bildinhalte auf Plausibilität.
Wie neu ist ein angeblich neu aufgetauchtes Video?
Nach Ereignissen wie der Kölner Silvesternacht werden in sozialen Netzwerken oft nicht nur alte Fotos, sondern auch alte Videos als vermeintliche hochaktuelle Augenzeugen- oder Skandalclips inszeniert.

Will man eine Ahnung davon bekommen, ob ein YouTube-Video vielleicht schon älter ist, kann man zum Beispiel den YouTube DataViewer von Amnesty International anwerfen. Der Dienst liefert unter anderem sogenannte Thumbnails, Bildausschnitte aus Videos, mit denen sich dann wieder eine Bilderrückwärtssuche durchführen lässt. Außerdem wird das Upload-Datum angezeigt.
Kann ich anderen Nutzern helfen?
Haben Sie einen Fake entlarvt, kann es nie schaden, andere Internetnutzer an der Erkenntnis teilhaben zu lassen und beispielsweise einen Erklärlink als Kommentar unter ein dubioses Facebook-Posting zu setzen. Bei Facebook sollten Sie auch versuchen, Fake-News zu melden. In einem Untermenü der Meldeoption kann man explizit angeben, dass es sich möglicherweise um eine gefälschte Nachricht handelt.


insgesamt 88 Beiträge
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Seite 1
hanfiey 14.12.2016
1. Fake News
Ob es Fake ist sollte sich schnell klären lassen, die Halbwahrheiten finde ich viel gefährlicher. Wir werden alle aufwachen müssen aus unserem Online-Schlaf.
babbi7 14.12.2016
2. Fehldiagnose!
Ein durchschnittlich gebildeter Wähler benötigt gar keine fake news, um zu erkennen, dass die amtierende Regierung nicht die beste Wahl war.
stolzerignorant 14.12.2016
3. Quellen zitiert?
Ich habe im vergangenen Jahr ein einziges Mal Berichterstattung gelesen, wo in der Tat die Primärquellen als Studien und "peer-reviewed" Publikationen verlinkt waren und das war im Guardian(.co.uk). Zumeist beruft sich der Journalist doch ohnehin nur auf DPA oder andere Agenturen. Eine gesunde Skepsis beim Lesen ist sicherlich sehr hilfreich, aber warum wird es einem so schwer gemacht, die behaupteten Fakten wirklich bis zur Quelle zurückzuverfolgen? Wenn ich eine wissenschaftliche Arbeit publiziere gehört zu jeder nicht-trivialen Aussage ein Verweis auf die Primärquelle der Behauptung. Die wenigsten Nachrichten leisten das.
kuac 14.12.2016
4.
Das hat mit Dummheit oder Klugheit nichts zu tun, sondern mit der Gesinnung. Wenn politische Argumente fehlen. dann versucht man das mit den Fake-News zu kompensieren. Das ist undemokratisch und kriminell.
franz.v.trotta 14.12.2016
5.
Die traditionellen Medien und die Medienkonzerne erleben auch in Deutschland ganz offensichtlich einen Machtverlust. Ihnen wird das Privileg der Selektion von Nachrichten genommen, in vielen Fällen auch die Deutungshoheit. Deshalb ereifert man sich so. Vielleicht hat die neue (Konkurrenz-)Situation also auch positive Effekte.,.
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