Festnetztest von "Connect" Unitymedia verdrängt Telekom von Platz eins

2018 lag beim jährlichen Festnetztest der Zeitschrift "Connect" noch die Telekom vorn. Dieses Jahr muss der Konzern sich mit Unitymedia einem regional tätigen Konkurrenten geschlagen geben.

Die Unternehmenszentrale von Unitymedia
Marius Becker / DPA

Die Unternehmenszentrale von Unitymedia


Beim sogenannten Festnetztest der Fachzeitschrift "Connect" hat sich erstmals der in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg vertretene Anbieter Unitymedia den Gesamtsieg geholt.

Der Test überprüft jährlich, wie sich die großen Telekommunikationsanbieter in Kategorien wie Sprachqualität beim Telefonieren und Videostreaming schlagen. "Connect" stufte Unitymedia in allen Bereichen mit der Note "sehr gut" ein und vergab insgesamt 893 von 1000 möglichen Punkten.

Den zweiten Platz belegte der Vorjahressieger Telekom mit 879 Punkten, obwohl der Konzern im Bereich Telefonie erneut die Bestwertung erreichte. Punktabzug gab es aber bei der gemessenen Upload-Datenrate: Sie lag bei den Messungen unter dem vertraglich vereinbarten Wert. Im Bereich Web-TV büßte die Telekom ebenfalls Punkte ein.

1&1 landete mit 872 Punkten auf dem dritten Platz der Gesamtwertung. Das Unternehmen überzeugte besonders beim Highspeed-Internet. Erstmals auf die Gesamtnote "sehr gut" kam O2/Telefónica, 850 Punkte reichten aber nur für den vierten Platz. Damit liegt O2/Telefónica aber immer noch vor Vodafone, das mit 808 Punkten auf Platz fünf erreichte. Mängel stellten die Tester bei Vodafone in den Bereichen Upload-Bandbreite und Web-TV fest.

Neben den großen Anbietern testete "Connect" auch kleinere und lokal agierende Telekommunikationsunternehmen. Hier gewann zum vierten Mal in Folge die Münchner Firma M-net. Platz zwei und drei belegten EWE aus Oldenburg und NetCologne aus Köln. Etwas abgeschlagen und mit teilweise durchwachsenen Ergebnissen landetet Pÿur/Tele Columbus aus Berlin auf dem vierten Platz.

Für den Test kooperierte "Connect" erneut mit der Firma Zafaco, welche Testanschlüsse in 52 Städten betreibt. Zum ersten Mal wurde auch eine Crowdsourcing-Analyse in 107 Stadtkreisen und kreisfreien Städten durchgeführt. Dabei werden besonders viele Anschlüsse getestet, um möglichst reale Messwerte zu erhalten. Die ausführlichen Testergebnisse mit allen Einzeldisziplinen veröffentlicht Connect auf seiner Webseite.

cva



insgesamt 12 Beiträge
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stollm 02.07.2019
1. Das versteh wer will
In meinem Bekanntenkreis ist der Ärger über den miesen Service und die schlechten Verbindungen riesengroß. Im Internet ist der Frust über Unitymedia ebenfalls nachzulesen. Die Telekom ist unglaublich langsam aber verlässlich mit gutem Service
tomdabassman 02.07.2019
2. Unitymedia-Kunde
Ich bin seit Anfang 2016 quasi Zwangskunde bei Unitymedia, da in meinem etwas abgelegenen Viertel nur Kabel in Frage kam. Die ersten zwei Jahre waren die Hölle, insbesonders da ich auch beruflich sehr abhängig bin von Internet und Telefonie. Tagelange Ausfälle ohne Chance auf Abhilfe, alle paar Monate. Mittlerweile bin ich sehr zufrieden.Tipp: Über Twitter reagieren die erstaunlich schnell.
Datenschubser 02.07.2019
3.
Unitymedia ist super, wenn es funktioniert. Meistens tut es das auch, aber ich musste schon oft im Homeoffice auf die Mobilverbindung umstellen, weil Unitymedia mal wieder einen kurzzeitigen Ausfall hatte und das in zwei Wohnungen in Frankfurt. Von der Telekom kenne ich das nicht.
Bundestrainer 02.07.2019
4. Testsieger aber nicht beim Kundenservice
Ich bin aufgrund des miserablen Kundenservice von Unitymedia zurück zur Telekom gewechselt. Testsieger? Nun ja - aber garantiert nicht beim Service.
cosmose 02.07.2019
5.
Zitat von BundestrainerIch bin aufgrund des miserablen Kundenservice von Unitymedia zurück zur Telekom gewechselt. Testsieger? Nun ja - aber garantiert nicht beim Service.
Beim Kundenservice sparen sie alle... Ich war jahrelang Kunde bei der Telekom (so bis 2011), seitdem bei Unitymedia. Ausfälle hielten und halten sich bei beiden sehr in Grenzen. Insgesamt kann ich Ausfälle, die länger als 30 Minuten dauerten, wohl an einer Hand abzählen. Zwei davon waren sogar vorab angekündigt. Leider bietet die Telekom bei mir in der Straße nur 16Mbit an, das reicht geradeso für einen 4K Stream bei Netflix. Also muss ich wohl oder übel Unitymedia nehmen, auch wenn mir hier der kastrierte Internetzugang über DSLite diverse Möglichkeiten verbaut. Hier sollten meines Erachtens die Verbraucherzentralen mal tätig werden. Es handelt sich bei Unitymedia nämlich mitnichten um einen Internetzugang, sondern um einen Zugang zum Unitymedia-LAN, welcher zusätzlich auch Pakete ins WAN routet.
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