Netzwelt-Ticker Neuer Firefox, Smartphone-Mehrheit, Facebook-Werbung

Im Überblick: Firefox 15 mit mehr Tempo und weniger Speicherhunger; schon 2013 soll jedes zweite Handy ein Smartphone sein; Facebook veröffentlicht eine eigene Erklärgrafik zu Nutzer- und Werbeaufkommen.
Firefox-Logo: Hängen Sie auch noch bei Version 12?

Firefox-Logo: Hängen Sie auch noch bei Version 12?

Foto: DPA

Bei Mozilla hält sich die Entwicklungsabteilung an die selbstgestelle Tempovorgabe: Nur anderthalb Monate nach Firefox steht die Nachfolgeversion Firefox 15 zum Download bereit  . Die Entwickler versprechen, dass der Browser nun viel weniger Speicherkapazität zur Verwaltung von Add-ons verbraucht. Der Browser soll schneller starten und laufen als bisher.

Vor allem für Spiele-Entwickler dürfte ein Feature interessant sein, das Mozilla als "Support für komprimierte Strukturen" bezeichnet. Wenn Entwickler besonders grafiklastige Inhalte konzipieren, können diese auf den kompletten Videospeicher der Grafikkarte zugreifen. Damit soll ebenfalls eine deutliche Leistungssteigerung erreicht werden .

Mit Firefox 15 wird überdies die mit der Version 12 eingeführte stille Update-Verwaltung ausgeweitet. Bei entsprechender Voreinstellung installieren sich neue Versionen künftig automatisch im Hintergrund. Ein Installations- oder Dialog-Fenster erscheint dann nicht mehr, heißt es im Blog vom Mitglied des Browser-Teams Ehsan Akhgari .

Neben der Desktop-Version wurde gleichzeitig auch eine neue Browser-Fassung für Android-Tablets fertiggestellt. Auch hier soll die Geschwindigkeit beim Surfen spürbar verbessert worden sein. Bei den Vorgängerversionen war nicht zuletzt das gemächliche Tempo häufiger Kritikpunkt.

Schon 2013 soll jedes zweite Handy ein Smartphone sein

Die Entwicklung des Smartphone-Markts übertrifft sämtliche Erwartungen. Laut eines Berichts des Marktforschers iSuppli wird die Menge der weltweit ausgelieferten Smartphones bereits 2013 mit der "einfacher" Handys gleichziehen. Dann würden die Klein-Computer 54 Prozent aller mobilen Neugeräte stellen . Damit legen die Smartphones einen rasanten Anstieg hin, ihr Anteil wird 2012 voraussichtlich 46 Prozent betragen, 2011 lag er noch bei 35 Prozent.

Ursprünglich habe man die Führung der Vielkönner-Handys erst für 2015 erwartet, so Chefanalyst Wayne Lam. Da aber gerade in den vergangenen zwölf Monaten die Preise stark gefallen seien und eine Vielzahl neuer Modelle erschienen sei, hätten die Verkaufszahlen stärker als vorhergesagt angezogen. Bereits 2016 würden zwei Drittel aller mobilen Neugeräte Smartphones sein.

Erst in der vergangenen Woche kündigte T-Mobile in den USA ein Billig-Smartphone an. Zwar mit nicht mehr ganz taufrischer Technik, aber dafür einem interessanten Preis. Beim Kaufhausriesen Walmart soll das Schmalspur-Smartphone vertragsfrei für 100 Dollar zu haben sein .

Facebook mit eigener Erklärgrafik zu Nutzer- und Werbeaufkommen

Üblicherweise sind es externe Analysten, die von Facebook zur Verfügung gestellte Daten aufbereiten und als anschauliche Grafiken unters Volk bringen - meist machen sie so Werbung in eigener Sache oder schielen nach ein paar Links. Nun hat sich der Netzwerkkönig selbst an einer Erklärgrafik versucht. Das Schaubild soll verdeutlichen, warum es sich lohnt, beim Social Network Reklame zu schalten. Zuletzt hatte es negative Presse gegeben, weil der Konzern angeblich keine Strategie für Werbung auf Mobilgeräten habe.

Manche der Zahlen sind schon länger bekannt, so zum Beispiel die Menge der Facebook-Mitglieder von 955 Millionen Menschen. Dass es tagtäglich an die 3,2 Milliarden Kommentare und Likes gibt, dürfte allerdings zu den neuen Infos gehören. Ebenso die Zunahme der Nutzer, die Facebook auf einem mobilen Gerät besuchen: Sie ist in nur einem Jahr um 67 Prozent auf jetzt 543 Millionen geklettert. Und die Zielgenauigkeit von Werbekampagnen würde eingesetzte Werbegelder bald wieder einspielen , bei 70 Prozent von 60 untersuchten Reklameaktionen sei dieser Rückfluss dreimal höher gewesen als die investierten Mittel, bei 49 Prozent sogar fünfmal höher.

Anzeigendienst Craigslist setzt auf OpenStreetMap

Spätestens seit Wikipedia oder Apple sich für OpenStreetMap zu interessieren begonnen haben, ist das alternative Landkartenprojekt dem Stadium einer Liebhaberei entwachsen. Inzwischen stellt es für Google Maps einen ernsthaften Konkurrenten dar. Das gilt einmal mehr, als der vor allem in den USA aktive Kleinanzeigendienst Craigslist nun ebenfalls auf den OpenStreetMap setzt.

Damit rüstet die Seite ihren bislang recht kargen Web-Auftritt für Immobilienanzeigen auf und macht einen großen Schritt in Richtung Nutzerfreundlichkeit , berichtet "Ars Technica". Für den wurde es auch hohe Zeit, denn schon vor einer Weile hatte ein Angebot namens Padmapper damit begonnen, Craigslist-Angebote übersichtlich auf einer Karte darzustellen. Daraufhin hatte Craigsglist im Juli 2012 die Padmapper-Macher wegen Urheberrechtsverletzung verklagt .

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