Flops in Serie Bill Gates' größte Internet-Niederlagen

6. Teil: Werbevermarktung - Microsoft kauft sich Profit dazu


Am 13. April 2007 verlor Bill Gates: 3,1 Milliarden Dollar hatte Konkurrent Google für den Online-Werbevermarkter Doubleclick geboten – und gewonnen. 3,1 Milliarden – das ist mehr als zehnmal so viel wie Doubleclick im Jahr einnimmt, das ist mehr, als Microsoft, AOL und Yahoo geboten hatten.

Microsofts reagierte auf die Doubleclick-Demütigung wie üblich beim Web-Wettrennen: Der Windows-Konzern legte massig Geld nach. Ein Monat nach der Schmach kündigte der Konzern die größte Übernahme der Microsoft-Geschichte an: Insgesamt sechs Milliarden Dollar lässt sich Microsoft den Kauf des Doubleclick-Wettbewebers Aquantive kosten.

"Dieser Deal bringt unser Anzeigengeschäft auf ein neues Level", sagte damals Microsofts Spartenchef Kevin Johnson das Vorhaben. "Wir wollen von dem 40-Milliarden-Dollar-Kuchen, der noch wächst, ein größeres Stück abhaben.

Laut dem US-Fachmagazin "Advertising Age" ist der Online-Werbekuchen derzeit so verteilt:

  • Google führt eindeutig: 2006 nahm der Konzern mit Online-Werbung 10,49 Milliarden Dollar ein.
  • Yahoo ist auf Platz zwei: 5,63 Milliarden Dollar verdiente der Konzern 2006 mit Online-Werbung
  • Microsofts Online-Sparte MSN folgt auf Platz 3: Nur 1,53 Milliarden Dollar nahm das Konglomerat 2006 über den Online-Anzeigenverkauf ein, 2007 waren es laut "Advertising Age" dann schon 1,84 Milliarden.

Zusammen würden Yahoo und Microsoft mit Online-Werbung weniger verdienen als Google. Aber das macht nichts - denn Microsoft hat einen langen Atem.



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