Urteil in New York Frau darf Ehemann per Facebook über Scheidung informieren

Was tun, wenn man sich scheiden lassen will - aber keine Ahnung hat, wohin man die Unterlagen schicken soll? Eine Frau aus New York darf die Trennung von ihrem Nochgatten nun per Facebook einleiten. Dafür hat sie richterlichen Segen.

Facebook: Werkzeug für Scheidungswillige
REUTERS

Facebook: Werkzeug für Scheidungswillige


Die letzte gültige Adresse? Stammt von 2011. Informationen bei der Kfz-Meldestelle? Fehlanzeige. Beim Mobilfunkanbieter hinterlegte Kontaktdaten? Auch nichts. Eine Frau aus den USA hatte Schwierigkeiten, ihrem Mann Scheidungsunterlagen zukommen zu lassen - nirgendwo war eine aktuelle Anschrift zu finden.

Deswegen hat ein Richter in Manhattan der 26-Jährigen nun erlaubt, per Privatnachricht auf Facebook die Vorladung zur Scheidung zuzustellen, berichtet die Zeitung "New York Daily News". Der Anwalt der Frau solle für drei Wochen einmal wöchentlich die entsprechende Aufforderung an den Mann verschicken - oder eben so lange, bis es eine Reaktion gebe.

Das Paar hatte 2009 geheiratet. Als der Mann, der wie die Frau aus Ghana stammt, nicht an einer traditionellen ghanaischen Trauung teilnehmen wollte, zerbrach die Beziehung - das Paar lebte der Zeitung zufolge nie miteinander.

Seither gab es dem Gerichtsentscheid zufolge nur per Telefon und Facebook Kontakt. Wie aber soll eine Vorladung verschickt werden, wenn es keine Adresse gibt? Selbst die Recherche nach einem Arbeitgeber des Mannes und der Einsatz eines Privatdetektivs brachten keinen Erfolg.

Die erste Facebook-Nachricht wurde in der vergangenen Woche an den Ehemann verschickt, berichtet die "Daily News". Bislang gab es keine Antwort.

ulz/AP

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