Gaga-Eingabegeräte Die Maus ist nicht genug

Als Dirigent, Tänzer und "Star-Trek"-Fan kommt man mit den herkömmlichen Eingabegeräten am Computer nicht weit. Also entwerfen frustrierte PC-Nutzer neue, manchmal skurrile Controller: den Dirigenten-Pullover, den Gamepad-BH, den Enterprise-Schreibtisch.


Ein Mann steht vor seinem Computer und schwenkt die Fernbedienung von Nintendos Spielkonsole Wii wie einen Dirigentenstab. Das ist kein Spiel: Paul Henry Smith dirigiert tatsächlich - eine Musiksoftware auf seinem Computer. Mit der Computer-Maus ginge das nicht. 63 Jahre ist dieses Konzept nun alt, doch die Maus ist noch immer das Standard-Werkzeug, um Computern zu zeigen, was sie tun sollen. Das genügt nicht mehr. Weil Rechner heute allgegenwärtig sind, viel mehr Aufgaben bewältigen als vor 63 Jahren, arbeiten Entwickler an neuen – mal mehr, mal weniger - sinnvollen Eingabegeräten.

Der Dirigenten-Pullover

Dirigent Smith: Steuert mit dem Wii-Controller sein digitales Orchester

Dirigent Smith: Steuert mit dem Wii-Controller sein digitales Orchester

Smiths Wii-Controller als Dirigentenstab ist dabei nur ein Notbehelf. An einer wirklich befriedigenden Lösung arbeitet die US-Musikwissenschaftler Teresa Marrin Nakra. Die Arbeit an ihrem Dirigenten-Pullover begann sie als Doktorandin am Massachusetts Institute of Technology: Das enganliegende, von Sensoren durchzogene Kleidungsstück zeichnet die Bewegungen des Dirigenten auf, erkennt auch die Geschwindigkeit und den Grad der Muskelspannung. Eine Software, die diese Daten ohne merkliche Verzögerung in Spielanweisungen für ein digitales Orchester aus Musik-Schnipseln übersetzt, ist in Arbeit. Spannend!



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