Gaga-Prozesse Enttäuschter iPhone-Kunde will Apple schröpfen

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5. Teil: iPod spielt Musik zu laut


Anfang 2006 reichte John Kiel Patterson aus Louisiane mit der Begründung, der iPod sei zu laut, Klage gegen Apple ein. Apples MP3-Player könne Lautstärken von bis zu 115 Dezibel erzeugen, so der Vorwurf. Das könne schon bei 28 Sekunden täglichen Musikhörens zu Hörschäden führen, so die Behauptung. Obgleich Patterson offenbar keine Schäden davongetragen hatte, klagte er, weil er "ein fehlerhaftes Produkt gekauft" habe, "das nicht sicher benutzt werden kann", so sein Anwalt. Das solle Apple nun reparieren - und ihm außerdem Schadensersatz in nicht genannter Höhe zahlen.

AP
Patterson bezog sich in seiner Klage auch darauf, dass Apple aufgrund gesetzlicher Bestimmungen seine iPods in Frankreich kurzeitig aus den Regalen nehmen musste. In Frankreich dürfen Musikabspieler maximal 100 Dezibel laut werden. Seither werden in der Lautstärke gedrosselte iPods nach Europa geliefert. Darüber hinaus hat Apple in aktuelle iPods eine Funktion eingebaut, mit welcher der Besitzer die maximale Lautstärke seines Players selber festlegen kann. Für einige ältere Modelle ist diese Funktion als Software-Aktualisierung verfügbar. Beliebter als diese Funktion dürften allerdings Programme wie "GoPod" sein, welche die Lautstärkebeschränkung per Mausklick aufheben.

Die Lautstärke der US-iPods soll einem Bericht des US-Magazins "Wired" zufolge übrigens auf besonderen Wunsch des Apple-Chefs Steve Jobs so hoch angesetzt worden sein. Das sagte zumindest ein früherer Manager des Chip-Herstellers PortalPlayer, der maßgeblich an der Entwicklung des ersten iPod beteiligt war. Steve Jobs brauche die Lautstärke, weil er schwerhörig sei.



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