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6. Teil: Macbook zeigt zu wenige Farben


Wie vorsichtig man in den USA mit Werbeaussagen sein muss, zeigte sich einmal mehr im Mai dieses Jahres. Die aktuellen Apple-Notebooks der Macbook-Pro-Serie stellten nicht etwa die von Apple versprochenen Millionen Farben dar, sondern könnten technisch bedingt nur maximal rund 260.000 unterschiedliche Farbtöne darstellen, beklagten Anfang 2006 die Anwälte Peter Polischuk und Robert Dreher. Außerdem sei die Behauptung falsch, Apples Software Aperture sei "das ultimative Arbeitsmittel für Fotografen".

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Während man letztere Angabe wohl als rein subjektiv und kaum anfechtbar ansehen muss, steckt in der Bemängelung der Notebook-Bildschirme ein wahrer Kern. Ein Betroffener hat die Fakten auf einer eigens dafür eingerichteten Webseite zusammengetragen. Tatsächlich werden die Millionen Farben der Macbook-Bildschirme durch ein Verfahren namens "Dithering" erzeugt, indem die physikalisch vorhandenen Farbpixel auf bestimmte Weise kombiniert werden. Das ist bei Bildschirmgrößen bis 15 Zoll absolut üblich. Apples Vergehen scheint also in erster Linie darin zu bestehen, nicht klar zu sagen, dass die vielen Farben durch Mischung zustande kommen.

Allerdings, und das wiegt schwerer, klagen etliche Macbook-Pro-Besitzer bei ihren Bildschirmen über ein fleckiges, krisseliges Bild, das sofort besser wird, wenn man das Gerät mit Windows anstatt Mac OS startet. Bei den neuesten Modellen hat Apple die Displays ohnehin komplett ausgewechselt. Sie werden nunmehr von neu entwickelten LEDs beleuchtet, die sparsamer und umweltschonender sein sollen. Über Probleme mit diesen Bildschirmen, ist bislang nichts bekannt.



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