Gerichtsentscheidung 230 Millionen Dollar Entschädigung für MySpace wegen Spam-Flut

Die Community MySpace hat von einem Gericht 230 Millionen Dollar als Entschädigung zugesprochen bekommen, weil sie mit unerwünschten Werbemails überflutet wurde. Verurteilt wurden zwei der prominentesten Spam-Versender.


New York - MySpace erhofft sich vom Urteil eines US-Bundesgerichts eine starke abschreckende Wirkung. Die größte Netz-Community der Welt erhielt nach Informationen der Nachrichtenagentur AP eine Entschädigung in Höhe von insgesamt 230 Millionen Dollar (149 Millionen Euro) zugesprochen, weil sie mit unerwünschten Werbemails (Spam) überflutet wurde. Es dürfte sich um die höchste Summe handeln, die jemals wegen Spam-Briefen vor Gericht erstritten wurde.

MySpace-Logo: 230 Millionen Dollar Entschädigung wegen Spam-Mails

MySpace-Logo: 230 Millionen Dollar Entschädigung wegen Spam-Mails

Verurteilt wurden zwei der prominentesten Spam-Versender im Internet, Sanford Wallace und Walter Rines. Sie waren zu der Anhörung am Montag nicht erschienen. Wallace hat die Spitznamen "Spamford" und "Spam King". Eines seiner Unternehmen hatte einmal an einem einzigen Tag in den neunziger Jahren 30 Millionen Junk-E-Mails verschickt.

Allerdings könnte es für MySpace schwierig werden, die Summe auch tatsächlich einzutreiben.

Das Netzwerk bezeichnete das Urteil dennoch als "Markstein". Das Unternehmen habe "null Toleranz gegenüber denjenigen, die versuchen, auf unserer Seite illegal zu handeln", sagte Sicherheitschef Hemanshu Nigam. Die Community werde weiterhin für die Bestrafung derjenigen sorgen, die "gegen das Gesetz verstoßen und unseren Mitglieder zu schaden versuchen".

als/AP



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