Fakten zu Covid-19, Grippe und anderen Krankheiten Google zeigt offizielle Gesundheitsinfos ab sofort prominent an

Wer Krankheiten googelt, findet nicht immer seriöse Antworten. Gesundheitsminister Jens Spahn will das durch eine Kooperation mit dem Internetkonzern ändern.
Gesundheitsminister Spahn (r.), Google-Manager Philipp Justus bei der Vorstellung der Kooperation in Berlin

Gesundheitsminister Spahn (r.), Google-Manager Philipp Justus bei der Vorstellung der Kooperation in Berlin

Foto: Wolfgang Kumm / dpa

Bei einer Google-Suche nach bestimmten Krankheiten finden Internetnutzer ab sofort offizielle geprüfte Informationen in einem prominent hervorgehobenen Infokasten. Wer beispielsweise nach Schlagworten wie Grippe, Migräne oder Allergien sucht, dem wird ein entsprechender Infokasten mit einem vom Bundesgesundheitsministerium verantworteten deutschen Text angezeigt. Auch für das Coronavirus gibt es bereits ein solches Angebot bei Google-Suchen.

So sehen die Google-Suchergebnisse für bestimmte Krankheiten seit heute aus

So sehen die Google-Suchergebnisse für bestimmte Krankheiten seit heute aus

Foto: Google

Das Ministerium startete dazu am Dienstag in Berlin eine Kooperation mit dem Internetkonzern. In dem Infokasten, neben den übrigen Suchergebnissen angezeigt wird, sind die zum Suchbegriff passenden Antworten des Nationalen Gesundheitsportals Gesund.bund.de zu sehen, zu dessen Artikeln am Ende des Textes verlinkt wird. Bei einer Google-Suche am Computer wird der Infokasten am rechten Bildschirmrand angezeigt. In der mobilen Ansicht taucht der Kasten direkt unter den ersten Anzeigen und noch vor den ersten regulären Suchergebnissen auf.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte, auch die Corona-Pandemie zeige, wie wichtig seriöse Gesundheitsinformationen seien. Er erwarte sich einen Bekanntheitsschub für das Gesundheitsportal. "Wenn wir ein Interesse daran haben, objektive, fundierte, evidenzbasierte Informationen rüberzubringen, dann bringt es mir nichts, wenn wir bei Google an Stelle 783.000 auftauchen." Gestartet werde das Info-Angebot mit Informationen zu 160 Krankheiten.

hpp/dpa
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